HEALTH ECONOMY
Ina Schriebl 03.04.2015

Veränderte Berufsbilder

Gedankenaustausch Personalengpass ist laut Experten der große Treiber von Veränderungen im Gesundheitswesen

Fachleute verschiedener Bereiche suchten Wege in die Zukunft beim Forum Hospital Management.

Michael Heinisch (re) nannte den Personalengpass als Veränderungsgröße.

Wien. Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegesektor wächst stetig. Derzeit sorgt eine neue Arbeitszeitregelung in Österreichs Krankenhäusern für zusätzliche Herausforderungen. Für Personalmanagement-Verantwortliche wird es immer schwieriger, die Kluft zwischen Kosteneinsparung und Qualitätssteigerung zu schließen. Vor diesem Hintergrund haben AKH Wien, Vinzenz Gruppe und WU Executive Academy kürzlich zum 12. Forum Hospital Management im Studio 44 der Österreichischen Lotterien geladen.

„Der Personalengpass ist der wesentlichste Treiber für Veränderungen im Gesundheitswesen”, erklärte Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe. Die Leistungsangebote in den Krankenhäusern werden daher in den kommenden Jahren stark gebündelt und viele Leistungen in den niedergelassenen Bereich verlagert werden. „Berufsbilder verändern sich, neue Berufe werden entstehen. Es geht darum, den Best Point of Service zu finden, damit wir mit den bestehenden Fachkräften den zunehmenden Leistungsbedarf gut abdecken können.”Krankenhäuser stehen im Spannungsfeld, effektiver werden zu müssen und gleichzeitig immer anspruchsvollere und mehr Leistungen in Medizin und Pflege zu erbringen. „Krankenhäuser sind eben Dienstleistungs-Arenen zwischen High-Tech und High-Touch”, fasste Johannes Steyrer, wissenschaftlicher Leiter des Forschungsinstituts Gesundheitsmanagement und Gesundheitsökonomie der WU, zusammen. Eine besondere Herausforderung stelle der Generationenwechsel dar, erinnerte schließlich Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts in Wien.

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