Laden wird alltäglich
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medianet-Herausgeber Chris Radda im medianet technology-­Gespräch mit Roman Nowatschek (r.), Leiter E-Mobilität der EVN AG.
INDUSTRIAL TECHNOLOGY Redaktion 26.06.2026

Laden wird alltäglich

Roman Nowatschek, Leiter E-Mobilität der EVN AG, stand Chris Radda im medianet technology studio Rede und Antwort.

WIEN. Im „medianet technology studio“ sprach medianet-Herausgeber Chris Radda mit Roman Nowatschek, Leiter E-Mobilität der EVN AG, über Ladeinfrastruktur, neue Mobilitätsgewohnheiten und die wachsende Bedeutung von elektrischen Unternehmensflotten.

Aktuell seien laut Nowatschek knapp 280.000 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge auf Österreichs Straßen unterwegs. Ihnen stehen rund 38.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung. Das Angebot sei damit dem derzeitigen Bedarf voraus. Die EVN betreut selbst etwa 3.500 Ladepunkte und nimmt in diesem Bereich die Marktführerschaft ein.

In Alltag integriert
Entscheidend für den weiteren Ausbau sind Kooperationen mit Unternehmen, Handelsketten und Infrastrukturbetreibern. Gefragt seien hochfrequentierte Standorte, an denen Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten oder sanitäre Anlagen zur Verfügung stehen. „Unser Ansatz ist, Ladeinfrastruktur dort hinzustellen, wo die Leute ohnehin ihren Alltag verbringen“, so Nowatschek.

Besonders dynamisch entwickele sich der Markt für elektrische Nutzfahrzeuge. Derzeit seien davon rund 18.000 in Österreich zugelassen. Während E-Lkw vor wenigen Jahren häufig nur 150 bis 200 km Reichweite erreichten, seien heute bereits mehr als 700 km möglich. Damit tritt die gesetzlich vorgeschriebene Ruhepause in den Fokus: Während der 45-minütigen Pause nach viereinhalb Stunden Fahrzeit könne das Fahrzeug nachgeladen werden.

Engpässe im Stromnetz erwartet Nowatschek bei einem bedarfsgerechten Lademanagement nicht: „Alle gleichzeitig tanken wird schwierig, alle gleichzeitig laden auch.“ Entscheidend sei, Ladeleistung und Ladezeit an den tatsächlichen Einsatz anzupassen. Fahrzeuge, die über Nacht oder einen ganzen Arbeitstag stehen, müssten schließlich nicht mit maximaler Leistung geladen werden. (hk)

Sehen Sie das gesamte Interview auf: tv.medianet.at

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