WIEN. Mehr als 160 Vertreter aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Interessenvertretungen diskutierten beim AMA-Forum Fleisch in Wien über die Zukunft der heimischen Fleischwirtschaft. Im Mittelpunkt standen Qualität, Regionalität, Herkunft und die Frage, wie sich der Wert von Fleisch in einem zunehmend von Preisdruck geprägten Markt besser vermitteln lässt.
„Gerade im Sommer zeigt sich oft ein Widerspruch: Für hochwertige Griller wird gerne Geld ausgegeben, bei Fleisch und Würstel am Rost entscheidet aber häufig der günstige Preis. Dabei steht regionales Fleisch für Qualität und hohe Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, sagte Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Auch Lorenz Mayr, Aufsichtsratsvorsitzender der AMA-Marketing, betonte die Bedeutung der AMA-Gütesiegel als Orientierungshilfe für Herkunft, Qualität und regionale Wertschöpfung. Tabea Höllger von Brand Trust und Werner Beutelmeyer vom Market Institut verwiesen auf die zentrale Rolle von Geschmack, Regionalität, Transparenz und Vertrauen bei Kaufentscheidungen. Die österreichische Fleischwirtschaft verfüge über starke Argumente, müsse diese aber noch sichtbarer machen.
Ernährungswissenschaftler Christian Putscher beleuchtete die Rolle von Fleisch aus wissenschaftlicher Sicht und ordnete verbreitete Ernährungsmythen ein. Internationale Perspektiven lieferten Kirsten Otto von der deutschen Initiative Fleisch sowie Branchenberater Guillem Burset aus Spanien. Beide hoben hervor, dass sich österreichische Produkte vor allem durch hohe Qualitätsstandards und nachvollziehbare Herkunft vom Wettbewerb abheben können.
Zum Abschluss präsentierte die AMA-Marketing ihre neue Kampagne rund um das AMA-Gütesiegel. Das zentrale Fazit des Forums: Die Zukunft von Fleisch entscheidet sich nicht allein über den Preis, sondern über Qualität, Herkunft, Transparenz und die Fähigkeit, diesen Mehrwert für Konsumenten sichtbar zu machen.
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