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Frigologo: Lebensmittel-Logistik im Schwitzkasten © Frigologo

Frigologo-Gründer und Eigentümer Fritz Herzog.

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Frigologo-Gründer und Eigentümer Fritz Herzog.

Redaktion 23.04.2020

Frigologo: Lebensmittel-Logistik im Schwitzkasten

24/7-Versorgung bis ins hinterste Tal treibt Fixkosten in die Höhe und die Mitarbeiter an ihre Belastungsgrenzen.

SALZBURG. Wer bringt auch in Krisenzeiten die frischen Lebensmittel täglich in die Zentralläger der Lebensmittelketten sowie bis in die hintersten Gebirgstäler? Österreichs Lebensmittel-Logistiker sind in Zeiten von Corona und Hamsterkäufen gefragt wie nie zuvor. Ein klarer Krisengewinner könnte man meinen. Doch so einfach ist es nicht. „Durch den Wegfall der Bereiche Tourismus und Gastronomie kommt es zu einem Umsatzrückgang von 30 Prozent“, rechnet Frigologo-Gründer und Eigentümer Fritz Herzog vor und betont: „Als Schlüsselbetrieb müssen wir dennoch alle Systeme aufrechterhalten, um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sicherzustellen.“

Der Lebensmittelhandel in Österreich ist so organisiert, dass die Lieferanten, also zum Beispiel Molkereien, Backwaren- oder Wurstfabriken, für die Belieferung der Zentralläger verantwortlich sind. Der Handel selbst verfügt über keine sogenannte „Beschaffungslogistik“. Damit die Läger so voll sind, wie im Fernsehen gerne gezeigt, bedarf es täglich externen Logistikaufwandes: „Konkret sieht es so aus, dass sieben Tage die Woche rund um die Uhr fachkundiges Personal in streng getrennten Schichten und Zonen zur Verfügung stehen muss, um die Grundversorgung sichern zu können. Ein sehr kostenintensives Modell, aber zum Schutz des Personals nicht anders organisierbar“, erläutert der Frigologo-Eigentümer.

Hamsterkäufe machen Planung unmöglich
Eine weitere Herausforderung sind die stark schwankenden Mengen (Stichwort „Hamsterkäufe“), die eine vernünftige Planung nahezu unmöglich machen. „An manchen Tagen müssen die Mitarbeiter bis zu ihren physischen Grenzen arbeiten und dann gibt es Tage, an denen 30 Prozent unter der Durchschnittsmenge bestellt werden, da sich die Haushalte im Überfluss eingedeckt haben“, sagt Herzog. „Wir möchten uns an dieser Stelle aber ausdrücklich bei allen unseren Beschäftigten bedanken, die sich seit Beginn der Krise vorbildlich verhalten und mit ihrer Leistung die Versorgung der österreichischen Bevölkerung sichergestellt haben.“
Kurzarbeit hilft zwar, Kapazitäten können aber kurzfristig nicht abgebaut werden Die Kurzarbeit hilft natürlich. Die Kapazitäten an Lagerfläche und Transportraum können aber nicht kurzfristig abgebaut werden und müssen aufgrund der hohen Mengen-schwankungen ständig einsatzbereit zur Verfügung stehen bzw. vorgehalten werden. Herzog weiter: „Realistischer Weise müssen wir davon ausgehen, dass sich vor Erhalt eines Impfstoffes diese kostenintensive Situation nicht wesentlich verändern wird. Ebenso werden sich die Umsätze aufgrund des fehlenden Tourismus erst im Jahr 2022 wieder normalisieren. Auch wenn es uns besser ergeht, wie manchen anderen Branchen. Ein Profiteur der Krise sieht anders aus!“ (red)

Über Frigologo
Frigologo versteht sich als unabhängiger, österreichischer Dienstleister für Transport, Lagerung, Kommissionierung und Distribution von frischen und temperaturgeführten Lebensmitteln. Das 1991 von Fritz Herzog gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Seekirchen in Salzburg ist einer der größten Komplettanbieter in der temperarturgeführten Lebensmittellogistik im CEE-Bereich.

Mit Standorten in Seekirchen, Wien, Sattledt, Graz, Budapest und Ljubljana bietet Frigologo alle Dienstleistungen eines umfassenden Logistiknetzwerks zwischen Produktion und Handel: Transport, Beschaffung, Lagerhaltung, Kommissionierung, Cross Docking und Value Added Services. Mehr als 320 Mitarbeiter erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 79 Mio. €. Die Gesamtlager- und Umschlagsflächen belaufen sich auf rund 60.000 m2. Zu Jahresende 2019 waren insgesamt 240 Lkw-Frigologo-Züge auf Europas Straßen im Einsatz.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.frigologo.com

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