mediadome pressclub: BRmedia wirbt um österreichische Marken und Tourismusbranche

Bayerische Gäste sind für Österreichs Tourismus eine wichtige Zielgruppe. Die BRmedia GmbH, die Werbevermarktungstochter des Bayerischen Rundfunks, will österreichische Unternehmen über Radiowerbung und Sponsoring erreichen. Im „mediadome pressclub“ erläutert Verkaufsdirektor Peter Jakob im Gespräch mit medianet-Verlagsleiter Bernhard Gily das Angebot – und sieht Potenzial über den Tourismus hinaus.

Seit mehr als zehn Jahren bearbeitet BRmedia nach Jakobs Angaben den österreichischen Markt. Ausgangspunkt waren Tourismusbetriebe, die bayerische Familien und Wintersportgäste ansprechen wollen. Mittlerweile sollen weitere Branchen stärker erschlossen werden. „Aber ich glaube persönlich, dass da noch gehörig Luft nach oben ist“, sagt Jakob. Die Bavaria Kombi aus Bayern 1 und Bayern 3 erreicht laut BRmedia auf Basis der ma 2026 Audio II rund 4,87 Millionen Radiohörer täglich.
Radio hält Jakob im Werbemarkt für unterschätzt. Im Gespräch stellt er einer täglichen Nutzung durch fast 80 Prozent der Menschen einen Werbemarktanteil von rund sechs Prozent gegenüber. Als Gründe für die aus seiner Sicht geringe Berücksichtigung nennt er das Image als Nebenbeimedium und die Vorliebe vieler Kreativer für Bewegtbild. Dabei sei Ton auch für Fernsehwerbung entscheidend, etwa durch akustische Markensignale.

Kurze Blöcke, regionale Ansprache
Ein Verkaufsargument sind die staatsvertraglich begrenzten Werbezeiten der öffentlich-rechtlichen Programme in Deutschland. Fünf BR-Radios seien werbeführend, erläutert Jakob. Kurze Blöcke sollen den einzelnen Spots mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Bei BR24 gebe es etwa Werbeeinheiten von nur einer Minute. „Wenige Spots werden besser erinnert“, sagt er. Mit Online-Tools und Befragungen will BRmedia die Wirkung der Kampagnen für Kunden nachvollziehbar machen. Auch bei Konzeption und Produktion von Audiospots bietet der Vermarkter Unterstützung.
Für österreichische Marken sieht Jakob Vorteile in der regionalen Planung. Kampagnen ließen sich auf einzelne deutsche Bundesländer und passende Senderzielgruppen konzentrieren. Bayern 1 und Bayern 3 bedienen dabei unterschiedliche Altersgruppen. Gily betont im Gespräch zugleich die Bedeutung eines durchdachten Mediamix und eines entsprechenden Budgets.

Vertrauen und Nachhaltigkeit
Unter dem Stichwort Brand Safety verweist Jakob auf die Platzierung der Werbeblöcke nahe den Nachrichten. Journalistisch geprüfte Informationen sollen ein verlässliches Umfeld für Marken schaffen.
Auch Nachhaltigkeit zählt zu seiner Argumentation. Jakob beschreibt Radio als vergleichsweise ressourcenschonendes Medium. BRmedia finanziere zudem die Kompensation kampagnenbezogener CO₂-Emissionen über Klimaschutzprojekte; Werbepartner könnten entsprechende Zertifikate erhalten. Österreichischen Tourismusbetrieben empfiehlt er, Angebote wie Bahnanreise und regionale Lebensmittel in ihren Spots aufzugreifen.
Den Kontakt vor Ort hält Jakob für wesentlich: BRmedia arbeitet in Österreich mit Verkaufsberater Heinz Brückl. „Das machen wir mit Partnern aus Österreich selber.“

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