ADVISORY
06.03.2015

Wo ist das WLAN-Geschäftsmodell?

Fluglinien Airlines hoffen auf neue Erlösquellen

Frankfurt. Einige der größten europäischen Airlines wie Lufthansa, Air France-KLM oder Ryanair arbeiten daran, WLAN an Bord ihrer Kurzstrecken-Flieger einzuführen. Vorbild ist die Billigflug-linie Norwegian, die so gut wie ihre gesamte Boeing 737-Flotte von 76 Flugzeugen aufgerüstet hat.

Damit winken neue Erlösquellen. Denn um sich in einem Flugzeug ins Internet einzuklinken, müssen die Passagiere ein Miniprogramm (App) der Gesellschaft auf ihrem Smartphone oder Tablet-PC instal-lieren. Darüber lassen sich dann Filme und Serien herunterladen – gegen Bezahlung. Denkbar ist noch viel mehr – etwa Werbung über den Zielort mit Buchungstipps für Restaurants und Unterkünften. Die Nachfrage der Fluggesellschaften nach WLAN-Technologie wachse schneller als alles andere in der Branche, bestätigt Jeff Sare, Manager beim Satellitenbetreiber Inmarsat: „Fast jede Airline der Welt fragt derzeit danach.”

Ryanair prescht vor

Besonders groß sei das Interesse bei Billig-Gesellschaften, sagt Rene Steinhaus von der Unternehmensberatung AT Kearney. Ryanair ist bereits auf den Zug aufgesprungen und setzt auf Werbung und andere Einnahmen, damit sich die Investitionen in das neue Angebot rechnen, wie Airline-Chef Michael O'Leary sagte. Die irische Fluglinie spricht bereits mit Ausrüstern und Mobilfunkunternehmen, welche die Gebührenabrechnung übernehmen sollen.(APA/Reuters/red)

Michael O’Leary hat für seine Ryanair den neuen Trend bereits genutzt.

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