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Valerie Höllinger, CEO Austrian Standards, hält „Die Klimakrise und Ihre Verantwortung als Geschäftsführung” für ein Standardwerk.

Redaktion 09.09.2022

Standard-Pflichtlektüre

Rechtliche Risiken im Hinblick auf mögliche Umwelt- und ­Klimaverfehlungen eines Unternehmens als Buch oder E-Book.

WIEN. Zu heiß, zu nass, zu trocken, zu kalt – die Klimaextreme der letzten Monate erreichten nicht nur in Europa eine neue Dimension. Viele Staatsoberhäupter weltweit haben die Abwehr der Katastrophe daher zur Chefsache erklärt. Rechtlich betrachtet, gilt diese Prämisse ebenso für Unternehmen. Vorstände und Geschäftsführer jedweden Geschlechts sind nicht nur verantwortlich, sondern mitunter auch privat haftbar. Juristische Unterstützung oder ein Leitfaden wäre gut …

Breites Spektrum

Das neue Buch von Jurist und Nachhaltigkeitsexperten Armin Assadi, „Die Klimakrise und Ihre Verantwortung als Geschäftsführung”, ist beides. Assadi erklärt darin die (zivil)rechtlichen Risiken für Entscheiderinnen und Entscheider im Hinblick auf mögliche Umwelt- und Klimaverfehlungen eines Unternehmens, sieht sein Buch aber auch als Motivation: „Ich möchte den Verantwortlichen deutlich machen, dass eine nachhaltige Veränderung im Unternehmen nicht nur für die Umwelt von Vorteil ist, sondern auch für das Unternehmen selbst.”

Der neue Leitfaden beschäftigt sich aber auch mit aktuellen Befunden der Klimakrise, dem klimapolitischen Rahmen, Corporate Social Responsibility und gesellschaftlichen Maßstäben, die die Öffentlichkeit anlegt.
Für Austrian Standards-CEO Valerie Höllinger ist das Buch eine neue Pflichtlektüre und zugleich eine der wichtigsten Erscheinungen des hauseigenen Verlags in diesem Jahr. „Wir sehen hier ein Standardwerk von morgen, das einen kompakten Einstieg in ein komplexes Thema bietet. Bei Austrian Standards steht das Thema auch in den Komitees ganz oben auf der Agenda. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist die EU-Normungsstrategie, die im Februar 2022 erstmals vorgestellt wurde und die sich nicht zuletzt dieser akuten weltweiten Bedrohung widmet”, betont Höllinger. Denn eines stehe fest: Ohne Standards werde der Green Deal nicht gelingen. (hk)

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