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Legal Tech für Alle! Was bringt 2021? © Future Law
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Redaktion 23.02.2021

Legal Tech für Alle! Was bringt 2021?

Aussichten und Herausforderungen. Präsentation der Legal Tech Map Austria 2021– ein Nachbericht.

WIEN. Am 15. Februar luden Future Law, DLA Piper und LexisNexis zu einem Abend geballter Information aus dem Rechtsbereich. Im Mittelpunkt des begehrten Legal Tech Updates standen die antizipierten Entwicklungen im Jahr 2021 und wie Legal Tech besser für ein breiteres Publikum zugänglich gemacht werden kann.
Dass dieses Thema auch im neuen Jahr nicht an Relevanz verloren hat, sondern vielmehr immer mehr Juristen auf der Suche nach „der richtigen Lösung“ sind, zeigen die Anmeldezahlen des Legal Tech Updates: Nicht weniger als 150 Zuhörer fanden sich am Abend des 15. Februar 2021 in den von Future-Law virtuell bereitgestellten Räumlichkeiten ein, um gemeinsam mit der erlesenen Runde von Experten zu diskutieren und einen exklusiven Blick auf die neue Legal Tech Map 2021 zu werfen.

Eingeleitet wurde der Abend von Sophie Martinetz, Gründerin von Future-Law, mit der Vorstellung der Legal Tech Map Austria 2021. Unternehmen und Start-ups aus dem Legal Tech- Universum hatten vorab die Möglichkeit, sich für eine Aufnahme auf die Map zu bewerben. Das Angebot im Legal Tech-Bereich blieb, wie vieles, von den Auswirkungen des vergangenen Jahres nicht unbeeinflusst; so ist ein gewisser Trend festzustellen, weiß Sophie Martinetz: „Die Legal Tech Map ist wie erwartet gewachsen und es gab vor allem Neuigkeiten bei Lösungen für Anwälte und vermehrt digitale Lösungen, entwickelt von Anwälten. Ich würde mir ein noch schnelleres Wachstum im Legal Tech-Markt in Österreich wünschen, da wir steigendes Interesse bei den Anwälten sehen.“

Als Nächstes gab Isabella Hinterleitner, Wissenschaftlerin und Gründerin von TechMeetsLegal, einen Einblick in ihre Forschung zu Machine Learning und Artificial Intelligence. Sie erklärte anhand von Beispielen, wie Deepfakes erstellt und mit entsprechender Technologie auch entschlüsselt werden können. Sie berichtete von Anwendungsbereichen für automatisierte Entscheidungen durch KI, wie z.B. in der Kreditvergabe, Predictive Policing in der Strafrechtspflege oder beim autonomen Fahren. Zentral ist dabei jedoch immer das Thema „verantwortungsvolle KI“, d.h. Ethik und faire Algorithmen, die transparent und - bis in alle Grundbestandteile - nachvollziehbar sein müssen. „Algorithmen und AI Daten - wie vertrauensvoll und glaubwürdig sind sie wirklich?“, diese wichtige Frage sollte laut Hinterleitner im Aufbau sowie in der Benutzung von AI- Tools nie außer Acht gelassen werden.

Franziska Lehner, Projektleiterin für Justiz Online im Bundesrechenzentrum in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Justiz, führte durch die im November 2020 gelaunchte digitale Online- und Serviceplattform Justiz Online (justizonline.gv.at), die die Nähe zu den Bürgern stärken soll und Zugang zum Recht ermöglicht. Das nächste Ziel ist, die Plattform bis Ende des Jahres auch für Unternehmen zu öffnen. Als Product Owner von JustizOnline kennt sie die Herausforderungen, die die Digitalisierung oft birgt. Dennoch darf das Ziel nicht aus den Augen verloren werden: „Zugang zum Recht für alle – das ist das Ziel von JustizOnline und persönliche Motivation zugleich“, so Lehner.

Im Anschluss an die inhaltlichen Präsentationen wurden die Teilnehmer in Gruppen von jeweils zehn Personen zum informellen Netzwerken zusammengeschaltet und nutzten die Möglichkeit, sich über die neuen Impulse des Abends auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Hier ergaben sich interessante Gespräche und spannende Inputs, welche in die nächsten Veranstaltungen aufgenommen werden sollen. (red)

www.future-law.at

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