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Optimismus trotz des volatilen Umfelds © Brau Union

Gabriela Maria Straka, Mitglied des Management Board

© Brau Union

Gabriela Maria Straka, Mitglied des Management Board

Redaktion 18.11.2022

Optimismus trotz des volatilen Umfelds

Die Welt hat schwierige Zeiten hinter sich, die Brau Union blickt – gut vorbereitet – in nicht minder anspruchsvolle.

••• Von Georg Sander

Corona, russischer Angriff auf die Ukraine, Inflation, Energie – das Jahr 2022 ist für die direkt betroffenen Menschen schlimm; die Auswirkungen der verschiedenen Krisen wirken indirekt auf die ganze Welt, somit auch auf die Brau Union.

Gabriela Maria Straka, Mitglied des Management Board und Director Corporate Affairs & ESG Sustainability, wirft im Gespräch mit medianet trotzdem einen zaghaft optimistischen Blick auf 2023: „Wir steuern jedenfalls auf ein Niveau zu, das wir auch vor Covid-19 hatten. Für 2023 sind wir vorsichtig optimistisch – auch wenn natürlich die Rahmenbedingungen schwierig und hoch volatil sind, Stichwort Inflation, Ukraine- und Energie-Krise.”

Rückblick und Nachhaltigkeit

2022 war in den Anfängen eben noch von der Pandemie geprägt. Recht schnell habe man dann gemerkt, dass die Menschen nach Covid-19 einen starken Aufholbedarf haben. „Events, Konzerte, Sportveranstaltungen fanden und finden wieder statt, alle Vereine etc. treffen sich wieder. Unsere Biere sind und bleiben etwas, das Menschen verbindet, diese zusammenbringt”, meint Straka. „In der heutigen Zeit ist das wichtiger denn je – ein gemeinsames Bier, ein gemeinsames Prost ist das, was wirklich zählt.”

Das gilt wohl mehr denn je in den auf Covid folgenden Krisen – seit Jahren schwebt die Klimakrise über der Welt. Die Brauerei bemüht sich mit der Strategie „Brew a Better World” seit Jahren dagegen. „Gemeinsam mit der ganzen Heineken-Familie werden wir als erstes Brauereiunternehmen weltweit bis zum Jahr 2030 in der gesamten Produktion nachhaltig sein”, sagt sie. Bis 2040 soll das in der gesamten Wertschöpfungskette der Fall sein, somit sogar zehn Jahre vor dem Ziel des Pariser-Klimaabkommens.

Wo kommt die Energie her?

Aber wo soll die Energie herkommen, die für das Brauen des Biers verwendet wird? Punkto Photovoltaik sei man bereits gut ausgestattet, schon vor der Krise. So existiert in Villach etwa seit 2019 eine 5.400 m² große Sonnenstromanlage, in Puntigam ist im Jahr 2020 eine noch größere Anlage mit 7.000 m² eröffnet worden, Klagenfurt und Wieselburg folgten ebenfalls. Je nach Standort werden Privathaushalte oder die Produktion mit Strom aus der Sonne versorgt. Weitere Anlagen sind in Bau.

Der Arbeitsmarkt

Doch das waren bzw. sind nicht die einzigen Krisen, mit denen sich Unternehmen konfrontiert sehen. Viele produzierende Betriebe beklagen einen Fachkräftemangel. „Unsere Brauereien sind regional in ganz Österreich verankert sowie unsere Mitarbeiter, die unser Erfolgsgarant sind. Bei 2.700 Mitarbeitern in allen Regionen Österreichs gibt es natürlich immer wieder offene Stellen, vom Lehrling bis zum Akademiker”, weiß Straka. In der gegenwärtigen Situation sei es aber schon etwas schwieriger, offene Stellen zu besetzen.

Diesen Aufgaben stellt man sich. Immerhin, führt sie aus, habe man einiges zu bieten. Die Brau Union werde immer wieder als Arbeitgeber ausgezeichnet, setzt beispielsweise unter anderem auf Familienfreundlichkeit. „Je nach Job kann man beispielsweise von einer großzügigen Homeoffice-Regelung profitieren, es gibt Angebote wie Sommerferiencamps für Kinder. Auch bieten wir gute Ent­wicklungschancen, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie auch internationale Möglichkeiten in der Heineken-Familie”, zählt sie einige Maßnahmen auf.
Man setzt also nicht nur auf den Status quo, sondern hat Trends, denen andere inner- und außerhalb der Branche entsprechen wollen oder – Stichwort Klima – müssen, vorab umgesetzt. Insofern kann die Brau Union gut vorbereitet in das kommende Jahr gehen – das hoffentlich ruhiger wird als die letzten.

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