AUTOMOTIVE BUSINESS
Der aufgefrischte Ami mischt die Kompakten auf
Gregor Josel 10.04.2015

Der aufgefrischte Ami mischt die Kompakten auf

Ford Focus Der automobile Dauerbrenner wird aufgefrischt; die leicht veränderte Front ist nur ein ein Teil davon

Wer einen Vertreter im Mittelklassesegment sucht, findet im neuen Facelift einen idealen Begleiter.

Der aufgefrischte Ford Focus ist dank gezielter Optimierung ein perfekter Allrounder – Preise starten bei 17.650 Euro.

Wien. Kaum ein anderes Pkw-Modell war in so vielen Jahren meistverkauftes Auto der Welt, wie der Ford Focus. Der schnittige Kompakte wurde allein 2012 und 2013 jeweils mehr als eine Mio. Mal verkauft. Drei Generationen fahren bereits auf heimischen Straßen, die letzte – seit 2010 auf dem Markt – bekam jetzt ein Facelift. Außen fällt auf, dass die Designer recht behutsam an das Update herangegangen sind. Hatte das Vorgängermodell einen trapezförmigen Kühlergrill, so zeichnet sich die überarbeitete Version durch schmalere Scheinwerfer, einen höher positionierten, veränderten Kühlergrill und eine konturiertere Motorhaube aus. Viel war es nicht, was die Entwickler neu zeichneten, und das braucht es offensichtlich auch nicht, um dem Erfolgsmodell Focus eine noch erwachseneres Outfit zu geben. Die Außenhaut ist aber nicht das einzige, das geschärft wurde.

Benutzerfreundlich(er)

Die Bedienung im Innenraum gestaltete sich im Ford Focus bisher recht umständlich: Regler und Knöpfe waren klein, und verschachtelte Untermenüs kaum zu merken – während der Fahrt war die Benutzung der jeweiligen Menüpunkte teilweise schwierig. Ford entspricht dem Wunsch der Kunden, und so findet man in der neuen Version eine leicht zu bedienende Menüführung und intuitive Bedienelemente. Der neue Focus glänzt mit aufgeräumtem Armaturenbrett, klarem Touch-Display und einfacher Handhabung. Das sprachgesteuerte Kommunikationssystem SYNC wurde verbessert und ermöglicht es nicht nur, Musik, Navigation oder auch Klimaeinstellung per Sprachbefehl zu steuern; auch ausgewählte Smartphone-Apps können damit angesteuert werden.

Breite Motorenpalette

Dazu gesellt sich ein großzügiger Innenraum, der es auch im Fond mit normalgroßen Personen aufnehmen kann. Auf eine aktuelle Palette der Sicherheitssysteme wurde ebenfalls Wert gelegt. So greift die Active-City-Stop-Notbremsfunktion ab sofort bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h ein, anstatt wie bisher bei 30 km/h. Weiters stehen Müdigkeitswarner, Tot-Winkel- und Fernlichtassistent sowie Verkehrsschilderkennung zur Verfügung, und der Einpark-Assistent findet nun auch Querparkplätze. Ford stattet den neuen Focus auch mit neuen Motoren aus. Ein neuer 1,5 Liter-EcoBoost-Benziner leistet 150 PS, 240 Nm und beschleunigt den Kölner in 9,1 Sekunden auf 100 km/h. Ebenfalls neu im Programm: der 1,5 Liter-Diesel, den es wahlweise mit 95 oder 120 PS gibt. Der Selbstzünder zeichnet sich durch einen besonders sparsamen Normverbrauch von 3,8 Liter auf 100 Kilometer aus. Auch beim 2,0 Liter-Dieselmotor wurde leicht nachgebessert, der jetzt 150 PS stemmt, aber mit 4,4 Litern auf 100 Kilometer ebenfalls im grünen Rahmen bleibt.

Start-Stopp-Systeme

Ein weiterer Vorteil des neuen Diesel-Aggregats: Durch den geringen Normverbrauch liegt die NoVA bei zwei beziehungsweise vier Prozent. Bis auf den 1,6 Liter-Benziner sind alle Motoren mit Start-Stop-System ausgestattet, um den Verbrauch noch weiter zu senken. Wer sich für den Ford Focus entscheidet, ist mit 17.650 Euro für den Fünftürer und 18.900 Euro für den Kombi dabei. Interessant wird es eine Ausstattungsstufe höher: In der „Trend”-Variante, die bei 20.350 und 21.250 Euro beginnt, wartet bereits eine manuelle Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn und hinten, 3,5-Zoll-Display mit sechs Lautsprechern und USB-Schnittstelle, Lederlenkrad und -schaltknauf auf den Kunden. Die Ausstattungsstufe „Titanium”, die bei 23.900 Euro startet, beinhaltet Klimaautomatik, 8-Zoll-Touchscreen, Sportsitze vorn und Tempomat.

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