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Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen Milestones in Communication

v.l.n.r. Adib Reyhani (Teach For Austria Alumni Club), Peter Bucher (Western Union International Bank), Teresa Torzicky (Programmmanagerin Seed), Rüdiger Teutsch (Fachexperte für Diversität, Bildungsministerium).

Milestones in Communication

v.l.n.r. Adib Reyhani (Teach For Austria Alumni Club), Peter Bucher (Western Union International Bank), Teresa Torzicky (Programmmanagerin Seed), Rüdiger Teutsch (Fachexperte für Diversität, Bildungsministerium).

Redaktion 02.05.2017

Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen

"Seed"-Auftaktevent: Sechs Projekte stellen sich vor.

WIEN. Mit dem "Seed"-Programm wurde im Herbst 2016 eine neue Initiative in Kooperation von Teach For Austria Alumni Association, Western Union Foundation und Bildungsministerium gestartet. Das Seed-Programm unterstützt Projekte, die Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Communities fördern. Eine Expertenjury wählte sechs Initiativen aus, die finanziell unterstützt werden. Beim Auftaktevent am vergangenen Donnerstag stellten die Projektverantwortlichen Interessierten und Medienvertretern ihre Projekte vor.

Ziel des Programms ist, dass alle Kinder – unabhängig von Bildung und Einkommen ihrer Eltern – gleiche Chancen auf ein erfülltes Leben bekommen. Die Projekte können zwischen drei und zwölf Monate dauern, und Förderungen werden zwischen 1.000 und 7.000 € vergeben (jährliches Gesamtbudget von 60.000 €). Privatpersonen, Vereine und Organisationen aus Wien und Umgebung wurden aufgerufen, ihre Initiativen für eine Förderung im ersten von drei Ausschreibungsprozessen einzureichen (es wird zwei weitere im Juni 2017 und im Oktober 2017 geben). Aus diesen wurden nun sechs Initiativen von einer unabhängigen Expertenjury ausgewählt, die ab sofort finanziell sowie durch Coaching, Workshops und strategische Kommunikation unterstützt werden.

Die sechs Projekte
„Einfach mehr Deutsch“ stellt rund 500 geflüchteten Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund autodidaktisches Lernmaterial an Wiener (Neuen Mittleren) Schulen zur Verfügung; das Projekt läuft bereits seit September 2016 und wird mit 4.500 € für die Aufbereitung des Lernmaterials gefördert.  Die SanaVia Gesundheits-Sport-Union startet dieses Monat das Projekt „Sport verbindet uns“ und fördert Integration durch Cricket. Geflüchtete aus bestimmten Regionen haben einen sehr starken Bezug zu dieser Sportart und sollen sich dadurch „heimisch“ fühlen. Einheimische und rund 25 geflüchtete Jugendliche lernen sich beim gemeinsamen Cricket spielen kennen; für dieses Projekt werden 2.000 € zur Verfügung gestellt.

„We broadcast“ ist ein Radioprogramm, das von rund 25 geflüchteten Jugendlichen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zusammengestellt und produziert wird. Dabei werden sie von Profis begleitet und unterstützt; Projektstart ist im Oktober 2017, die Fördersumme beträgt 5.000 € für die Radioproduktion.  „Refugees code“ ist eine Kooperation mit der TU Wien, wo Programmierkurse für in etwa 40 Geflüchtete angeboten werden. Während des Kurses werden die Teilnehmer mit Unternehmen aus der IT-Branche in Kontakt gebracht, um einen reibungslosen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen; das Projekt läuft bereits seit März 2017 und erhält 4.000 €.  Beim im April neu gestarteten Projekt „We Robot Schools“ erlernen rund 100 Kinder, wie man Probleme mit dem Einsatz von IT-(Technik) löst. Auch Programmierung wird durch die Arbeit mit NXT-Robotern spielerisch beigebracht. Durch Seed werden acht EV-Roboter im Wert von 4.500 € sowie Laptops zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen des Projekts „Unsere Geschichten“ verarbeiten 25 geflüchtete Kinder aus dem 8. Bezirk in Wien ihre Erlebnisse auf der Flucht mithilfe von Kunst und bringen so ihre Gefühle zum Ausdruck. Aus den Kunstwerken der Kinder entsteht ein Buch bzw. eine Website. Das Buch wird im Theater an der Josefstadt von Kindern und Schauspielern gemeinsam vorgestellt; das Projekt läuft seit März 2017, mit der Fördersumme von 3.000 € werden Requisiten, die Videoproduktion sowie die Abschlussgala finanziert.

Chancengerechtigkeit
Bei der Auftaktveranstaltung waren Teresa Torzicky (Programmmanagerin Seed), Peter Bucher (CEO Western Union International Bank) und Rüdiger Teutsch (Fachexperte für Diversität, Bildungsministerium) anwesend. „Mit dem Seed-Programm reagieren wir auf die neuen Herausforderungen im Bildungssektor und bei der Vorbereitung von Jugendlichen auf den Arbeitsmarkt“, so Bucher. (red)

www.seedprogram.at

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