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Gutes Raumklima für bessere Arbeitsatmosphäre © Dyson

Auch der Elektronikhersteller Dyson forscht bereits seit über 20 Jahren im Bereich Luftreinigungstechnologie.

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Auch der Elektronikhersteller Dyson forscht bereits seit über 20 Jahren im Bereich Luftreinigungstechnologie.

Redaktion 11.11.2022

Gutes Raumklima für bessere Arbeitsatmosphäre

Aktuelle Studien belegen, dass Lufttrockenheit, Staub und falsches Lüften die Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit verringern, auch im Homeoffice.

WIEN. Eine aktuelle Befragung von Büroangestellten in Deutschland, mitinitiiert von der Plattform MeineRaumluft.at, und die Staubstudie des Elektronikherstellers Dyson beschäftigt sich mit Gesundheitsfaktoren am Arbeitsplatz. Heinz Fuchsig, Arzt und gerichtlich beeideter Sachverständiger für Arbeits- und Umweltmedizin, gab bei einem Pressegespräch alltagstaugliche Tipps für eine Optimierung der Luftqualität in Büro und Homeoffice.

Fast die Hälfte der im Rahmen der Studie 1.168 Befragten klagt aufgrund des schlechten Raumklimas über trockene Augen, viele über trockene Schleimhäute, Müdigkeit und Stimmprobleme. Nur 14% fühlen sich vom Raumklima unbeeinträchtigt. Vor allem das Problem der trockenen Augen ließe sich mit der richtigen Luftfeuchtigkeit lösen, doch mehr als die Hälfte der Befragten wusste nicht, dass der Wert zwischen 40–60% liegen sollte. Abgesehen von der Luftfeuchtigkeit wurden häufig die Lufttemperatur, die Luftgeschwindigkeit (bei Zugluft), Gerüche und zu wenig Frischluft bemängelt.

Verglichen mit der bereits 2017 veröffentlichten 600 Büroraum-Messungen von MeineRaumluft in Österreich gehen die Ergebnisse in Deutschland in die gleiche Richtung; die Relevanz der aktuellen deutschen Umfrage ist aus Sicht der Plattform für Österreich gegeben.

Aufgrund dieser kritischen Ergebnisse fordert Peter Skala, Gründer der Plattform MeineRaumluft.at: „Ich appelliere diesbezüglich für ein Mehr an Engagement hinsichtlich eines optimalen Raumklimas in der Politik und Wissenschaft, aber auch an die Vertreter des Arbeitsschutzes, der Unfallversicherungen sowie dem betrieblichen Gesundheits-Management."

Staub – unsichtbar, aber nicht inexistent
Auch Staub in den Wohnräumen kann die Gesundheit deutlich beeinträchtigen. Die dazu durchgeführte Staubstudie von Dyson hatte als Ziel, das Bewusstsein für Staub und seine Auswirkung auf das menschliche Wohlbefinden zu vertiefen. „Der gewöhnliche Hausstaub ist eine komplexe Mischung aus Hausstaubmilben, Hausstaubmilbenkot, Haut, Pollen, Bakterien, Viren, Schimmelpilzen, kleinen Insekten und Hunderten anderer Partikel. Das ist vielen Menschen nicht bewusst“, so Monika Stuczen. Sie ist Mikrobiologin bei Dyson und hat bei der diesjährigen Studie mitgearbeitet. Verantwortlich dafür seien aber nicht nur der Kot der uns bekannten Hausstaubmilben, sondern häufig auch die Haustiere. Auch der Speichel der Tiere kann Allergien auslösen. Zusätzlich dazu können sich die Allergene ebenfalls an Staubpartikel heften und so mehrere Stunden lang in der Luft schweben.

„Ein gründliches Putzen und ein regelmäßiges Lüften sowie die Nutzung eines Luftreinigers sind die effektivsten und zuverlässigsten Methoden, Staub und Allergene aus der Wohnung zu verbannen“, meinte die Expertin abschließend.

Mit den richtigen Maßnahmen die Raumluft optimieren
Worauf ebenfalls, sowohl für die Konzentration als auch zur Bekämpfung von Staub, geachtet werden müsse, sei das richtige Lüften, denn dadurch können die Verbreitung von Infektionen verringert, generelles Unwohlsein vermindert und sogar Energie gespart werden.

Wer zu wenig lüftet, wird aufgrund des steigenden Kohlendioxidgehalts der Luft zunehmend müde und unkonzentriert und bekommt oft Kopfschmerzen. Wenn andererseits zu oft gelüftet wird, wird enorm viel Energie verschwendet, die Luft trocknet ab und der Schleimstrom als erste Abwehr wird zerstört und Schadstoffe von draußen können ins Zimmer strömen.

Effizientes Lüften funktioniert am besten, wenn man die Raumtemperatur (22 Grad Celsius) und die Luftfeuchtigkeit (40–60%) – mittels eines digitalen Thermo-Hygrometers oder Sensoren zur Messung – im Auge behält.

Das unterschätzte Thema Raumluft müsse ins Bewusstsein der Unternehmen und Mitarbeiter gerückt werden, damit produktiv, gesund, aber auch energieeffizient im Büro, Homeoffice, Wohnraum gearbeitet und gelebt werden könne. (red)

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