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Austrian Standards engagiert sich noch stärker in China und startet eine neue Seminar-Reihe © Austrian Standards
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Redaktion 08.11.2018

Austrian Standards engagiert sich noch stärker in China und startet eine neue Seminar-Reihe

Umfassender Wissens- und Erfahrungsaustausch steht bevor.

WIEN/PEKING. „Austrian Standards International – Standardisierung und Innovation“ und die chinesische Partnerorganisation „Standardization Administration of China“ (SAC) haben ihr „Cooperation Agreement“ erneuert. Ziel der neuen Vereinbarung, die am Rande der diesjährigen Vollversammlung der International Organization for Standardization ISO in Genf geschlossen wurde, ist es, zum Abbau von Handelshemmnissen durch verstärkte bilaterale Zusammenarbeit im Bereich der internationalen Standardisierung beizutragen. Insbesondere geht es darum, nationale Standards mit internationalen Standards zu harmonisieren, um Handelshemmnisse abzubauen und den wirtschaftlichen Austausch zwischen Österreich und China voranzutreiben. Austrian-Standards-Direktorin ElisabethStampfl-Blaha: „Dazu soll es einen umfassenden Wissens- und Erfahrungsaustausch geben.“

Gleichzeitig hat SAC Stampfl-Blaha zum „Strategic Advisor“ berufen. Als Grund dafür nennt SAC ihre profunde und langjährige Erfahrung sowie ihren „signifikanten Einfluss im Bereich der internationalen Standardisierung“. Stampfl-Blaha war 2012 bis 2016 Vice President Technical Management der International Organization for Standardization ISO, davor auch Mitglied des ISO Council (Verwaltungsrats).

China hat in den vergangenen Jahren sein Engagement in der internationalen Normung im Rahmen der ISO stark ausgebaut und sieht Standardisierung als Teil seiner globalen wirtschaftlichen Expansionsstrategie. Bei der Mitarbeit in den Komitees der ISO liegt China inzwischen auf Platz 3 (nach Deutschland und dem Vereinigten Königreich) und hat bei der Leitung von Komitees auf Platz 6 zu Frankreich und Japan aufgeschlossen.

Um die Vorbereitung und Entwicklung von Standardisierungsstrategien und die jüngste globale Normungspolitik wird es bei einer Konferenz am 28. November in Peking gehen. Stampfl-Blaha wird dabei in einer Keynote unter anderem darüber informieren, wie Standards die Entwicklung von KMU unterstützen: „Als typisches KMU-Land kann hier seitens Österreich sehr viel an Erfahrung einfließen“, ist die Austrian-Standards-Direktorin überzeugt.

Mitglied der Austrian Chinese Business Association (ACBA)
Seit Kurzem ist Austrian Standards durch Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha auch im neuen Kuratorium der „Austrian Chinese Business Association“ ACBA vertreten. Präsident der 2010 gegründeten ACBA, die sich aktiv um die Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen und den kulturellen Austausch bemüht, ist Prof. Georg Zanger. An der Spitze des neu gegründeten Kuratoriums stehen Ex-Bundeskanzler Christian Kern (Präsident) sowie Infrastruktur- und Innovationsminister Norbert Hofer und Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (Vizepräsidenten). Stampfl-Blaha: „Wir sehen die Verstärkung unserer Beziehungen zu China als wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Chancen für Österreichs Wirtschaft und zu einer noch festeren Positionierung als Partner für Standardisierung und Innovation.“

Wie man Macht mit Verantwortung einsetzt
Was Manager über Macht wissen sollten, vermittelt die Machtanalytikerin Christine Bauer-Jelinek bei zwei aktuellen Veranstaltungen bei Austrian Standards am 21. November 2018 und am 27./28. Februar 2019. „Mit Macht-Kompetenz verhält es sich wie mit interkultureller Kompetenz", erklärt Bauer-Jelinek. Und genau wie beim Erlernen von Regeln anderer Kulturen müssten Menschen auch lernen, "unterschiedliches Verhalten in Organisationen zu erkennen, dieses zu interpretieren und adäquat darauf zu reagieren", so die Autorin des Bestsellers "Die geheimen Spielregeln der Macht".

Das betrifft die eigene Funktionsmacht aufgrund der Position ebenso wie die persönliche Macht, die sich aus Überzeugungskraft und Talent zum Konfliktmanagement speist. Diese Fähigkeit - die Strukturen von Unternehmen rasch zu erkennen und kompetent damit umzugehen - vermittelt die Expertin in ihrem Impulsvortrag "Wer ist hier der Chef?" am 21. November. In einer anschließenden Podiumsdiskussion werden dabei Führungskräfte aus unterschiedlichen Unternehmenskulturen aus ihrer Praxis berichten.

Macht zur Gestaltung
Im zweitägigen Seminar "Mechanismen der Macht in der modernen Führung" (27./28. Februar 2019) geht es darum, einen positiven Zugang zur Macht zu entwickeln, also noch mehr zur Machtgestalterin bzw. zum Machgestalter zu werden. Der Begriff der Macht sei in der Vergangenheit vielfach tabuisiert worden, sagt Bauer-Jelinek, die als Wirtschaftscoach seit vielen Jahren Personen und Unternehmen berät.

Um erfolgreich zu sein, sei es notwendig, die Instrumente gezielt aus verschiedenen Strategien wählen zu können. Man müsse seine Handlungen nach außen und innen verantworten und dann auch über entsprechende Machtinstrumente verfügen. Im Seminar werden sowohl Eskalations- wie auch De-Eskalationstechniken vermittelt. Christine Bauer-Jelinek: "Die Teilnehmenden lernen auch, Machtspiele rechtzeitig zu erkennen und der jeweiligen Situation entsprechend zu reagieren und dabei die eigenen Ziele immer im Auge zu behalten."

Vortrag bei Seminarbuchung gratis
Wer das Seminar "Mechanismen der Macht in der modernen Führung" bucht, kann den Impulsvortrag "Wer ist hier der Chef?" am 21. November 2018 kostenlos besuchen. Beide Veranstaltungen finden im Austrian Standards Meeting Center, Heinestraße 38, 1020 Wien, statt. (pj)

Impulsvortrag und Podiumsdiskussion mit Führungskräften "Wer ist hier der Chef?"
Erfolgreiche Machtstrategien für hierarchische Systeme und neue Organisationsformen
21. November 2018, 18 bis 20 Uhr Uhr, Austrian Standards

Zweitägiges Seminar "Mechanismen der Macht in der modernen Führung"
Wie Sie auch unter Druck Ihre Ziele durchsetzen, ohne Ihre Werte zu verraten
27./28. Februar 2019, jeweils 9 bis 17 Uhr, Austrian Standards
Bücher von Christine Bauer-Jelinek im Webshop von Austrian Standards

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