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„Dachten erst mal: ‚F*ck!‘“ © Studio Sonntag
© Studio Sonntag

Redaktion 14.10.2022

„Dachten erst mal: ‚F*ck!‘“

Ein neuerlicher Fall eines „Doppelgängers“, dieses Mal von Studio Sonntag, hat viel Ähnlichkeit mit einem schon bestehenden Spot – CCA reagiert auch.

WIEN. Eine medianet-Story vergangene Woche über sogenannte Doppelgänger in der Werbung hat für gehörig Wirbel in der Branche gesorgt. Nun gibt es wieder einen Fall – dieses Mal von der Agentur Studio Sonntag, gegründet von ehemaligen JvM Donau-Mitarbeitern, mit einem Erste Bank-Spot, der viele Ähnlichkeiten mit einem legendären Nike-Spot aufweist.
Darauf angesprochen, versichert Studio Sonntag-Geschäftsführer Benedikt Nußbaumer, dass weder er, noch seine Kollegen den anderen Spot gekannt hätten. „Ganz ehrlich: Wir dachten uns erst mal: ‚F*ck!‘, als uns Branchenkollegen gestern darauf aufmerksam gemacht haben, dass es eine Kampagne mit einer sehr ähnlichen Inszenierung in den USA schon mal gab. Auch die intensive Recherche im Vorfeld hat das leider nicht verhindert.“

Doppelgänger Thema im CCA
medianet bat auch den CCA um ein Statement zum neuerlichen Fall und dort will man sich nun der Sache „Doppelgänger“ allgemein mehr annehmen und eine Arbeitsgruppe gründen.
Zum konkreten Fall meint CCA-Präsident Andreas Spielvogel: „Man darf darüber diskutieren, warum Studio Sonntag nicht im Vorfeld besser recherchiert hat, um einem etwaigen Doppelgängervorwurf gar nicht erst aufkommen zu lassen.“

„Entsprechend reagieren“
Und Spielvogel weiter: „Es gehört aber nicht zur Aufgabe des CCA, derlei Arbeiten im Tagesgeschäft zu ahnden, zu verurteilen oder sie freizusprechen. Vielmehr befassen wir uns mit Doppelgängern oder gar Plagiaten nur dann, wenn die Arbeit im Zuge des CCA Venus-Bewerbs eingereicht und ebendort als Doppelgänger oder Plagiat beanstandet wird. Selbstverständlich haben wir als CCA mit Mike Nagy von Studio Sonntag zu dieser Arbeit Rücksprache gehalten und ihm die Umstände erläutert sowie klargemacht, dass wir – sofern diese Bewegtbildarbeit eingereicht wird – voraussichtlich mit einem Doppelgängervorwurf konfrontiert werden und entsprechend reagieren müssen“, so der CCA-Präsident gegenüber medianet.

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