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Die Zukunft des Marketings – digital und strategisch © Marketing Circle Austria
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Redaktion 03.12.2020

Die Zukunft des Marketings – digital und strategisch

Marketing Circle Austria lud zur Online-Diskussion.

WIEN. Am vergangengen Montagabend, 30. November 2020, beleuchtete der Marketing Circle Austria (MCÖ, DMVÖ, ÖMG und iab-austria zusammen mit dem PMCA) im Rahmen einer hochkarätig besetzten Online- Diskussion das aktuelle Berufsbild der Branche. Claudia Baumschlager, Head of Marketing bei Bipa, Angela Hengsberger, Prokuristin Lead Horizon Innovation Management, Alexander Oswald, Geschäftsführer Futura, Markus Petzl, Founder disruptive und Ricardo-José Vybrial, CEO KSV1870 Holding, nahmen am virtuellen Podium teil. Sebastian Loudon von der Wochenzeitung Die Zeit moderierte. Als Impuls für die Diskussion wurden die Ergebnisse einer Online-Umfrage zum Status quo der Branche unter 140 Marketing-Verantwortlichen und Personen in Marketingabteilungen präsentiert.

„Marketer sind first mover. Sie müssen vor allen anderen Bescheid wissen. Umso wichtiger sind daher Fort- und Weiterbildung“, sagte Jürgen Bauer, Fachgruppenobmann Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Wien einleitend.

Daten bündeln und strategisch nutzen
Die Ergebnisse der Online-Befragung zeigen, dass die Digitalisierung das Berufsbild Marketing grundlegend verändert: Zusätzlich zu den operativen Tätigkeiten, liegt die Aufgabe aktuell darin, (digitale) Marketing-Aktivitäten geschickt zu orchestrieren und damit die Unternehmensstrategie maßgeblich zu unterstützen. Nur 39% der Befragten haben eine schriftliche Marketingstrategie im Sinne der „4 Ps“. 60% messen ihren Erfolg daran, ob die Budgetvorgaben eingehalten wurden. Knapp zwei Drittel haben in den letzten zwölf Monaten nach Mitarbeitern mit digitaler Kompetenz gesucht oder suchen aktuell noch danach. Digitales Marketing gewinnt stark an Bedeutung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Marketing ist jedoch noch nicht alltäglich. Die Analyse marketingrelevanter Daten aus allen Bereichen des Unternehmens und die Ableitung strategischer Maßnahmen kommt daher oftmals zu kurz. Als größte Herausforderungen in der Branche werden datengetriebenes Marketing, die Konsolidierung von Kundendaten und der hohe Bedarf an Schulungen und Weiterbildung im Marketingbereich gesehen.

„Genau hier muss Marketing strategisch ansetzen und sich mit fundierten Daten und Zahlen behaupten. Marketing muss erklären können, welche Maßnahmen warum gesetzt werden und zwar so, dass es der Vorstand versteht“, ist Alexander Oswald, Geschäftsführer von Futura und Mitglied im Marketing Circle Austria, überzeugt. Einig war man sich im Podium darüber, dass sich Marketing stärker durchsetzen und den Führungsanspruch stellen müsse. Das Markenthema sei wichtiger denn je. Dafür reiche es nicht, nur kurzfristig den Umsatz zu steigern. Marketing müsse sich teilweise neu erfinden und wieder Treiber für Innovationen werden. „Es zählt Menschen mit Inhalten zu überzeugen und weniger mit hochaufgelösten Bildern. Die Digitalisierung spielt hier eine zentrale Rolle. Sie bietet Möglichkeiten, potenzielle Kunden rasch und auf unterschiedlichsten Kanälen zu erreichen. Um sich dann von der Konkurrenz entscheidend abzuheben, ist zielgerichteter Content erforderlich. Denn so divers Menschen und Branchen sind, genauso individuell sind auch ihre Anforderungen“, ergänzt Ricardo- José Vybiral.

Interessierte finden die Online-Diskussion ab heute, 2. Dezember, auf den Social-Media-Plattformen der Verbände zum Nachschauen. (red)

Podiumsdiskussion zum Berufsbild Marketing beim Online-Branchenevent (v.l.n.r.): Angela Hengsberger (Lead), Sebastian Loudon (Die Zeit), Markus Petzl (disruptive.wtf), Ricardo Vybrial (KSV1870 Holding), Katharina Sigl (MCÖ), Claudia Baumschlager (Bipa), Alexander Oswald (ÖMG), Jürgen Bauer (WKW). 

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