Bereits ein Screening der Europäischen Kommission zeigte, dass 42 Prozent der untersuchten Green Claims als übertrieben, falsch oder täuschend einzustufen sind. Für Marketingverantwortliche bedeutet das: ESG wird zunehmend zum Reputations- und Risikothema.
Nachhaltigkeit im Marketing ist schon seit Langem kein nettes Add-on mehr. Das Thema entwickelt sich zunehmend zum entscheidenden Faktor für Markenwahrnehmung, Vertrauen und Kaufentscheidungen. Gleichzeitig wächst der Druck auf Unternehmen, ihre ESG-Aktivitäten nicht nur zu kommunizieren, sondern nachvollziehbar zu belegen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die neue EU-Richtlinie "Empowering Consumers for the Green Transition“, die vage Umweltclaims und irreführende Nachhaltigkeitssiegel stärker reguliert. Aussagen wie „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ geraten damit verstärkt unter Prüfstand.
Zwischen Anspruch und Umsetzung
Die Herausforderung liegt weniger im „Ob“, sondern im „Wie“. Marken müssen Nachhaltigkeit so kommunizieren, dass sie verständlich, präzise und belegbar ist. Gleichzeitig fehlen in vielen Organisationen genau jene Kompetenzen, um ESG-Themen sicher in Kampagnen, Claims und Content zu übersetzen.
Gefragt ist damit eine neue Rolle von Marketing als Schnittstelle zwischen Kommunikation, Nachhaltigkeit und Recht. Wer ESG glaubwürdig vermitteln will, muss nicht nur Inhalte verstehen, sondern auch deren Wirkung und Risiken richtig einschätzen können.
Weiterbildung für eine neue Marketingrealität
Mit dem „Certified Sustainability Experts-Program“ reagiert der Marketing Club Österreich auf diese Entwicklung und bietet eine praxisnahe Weiterbildung für Marketing- und Kommunikationsprofis. Der nächste Weiterbildungsdurchgang startet am 13. April 2026 mit den Live-Webinaren und die dazugehörigen Präsenz-Workshops sind für Mai 2026 geplant.
Neben strategischen Grundlagen stehen auch konkrete Umsetzungsfragen im Fokus: Welche Aussagen sind rechtlich belastbar? Wie lassen sich ESG-Daten in verständliche Kommunikation übersetzen? Und wie können Greenwashing-Risiken frühzeitig erkannt und vermieden werden? Ziel ist es, Teilnehmer:innen in die Lage zu versetzen, Nachhaltigkeit nicht nur zu kommunizieren, sondern strategisch in Markenführung und Unternehmensprozesse zu integrieren.
ESG als Wettbewerbsfaktor
Dass sich dieser Kompetenzaufbau lohnt, zeigen aktuelle Entwicklungen: Unternehmen, die ESG frühzeitig ernst nehmen, stärken ihre Risikoresistenz, erhöhen das Vertrauen der Konsument:innen und ihrer Stakeholder und schaffen langfristige Wettbewerbsvorteile.
Weitere Infos und Anmeldung unter https://marketingclub.at/esg
