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Fellner plant Kurzarbeit für "Österreich"-Mitarbeiter Johannes Kernmayer

Wolfgang Fellner.

Johannes Kernmayer

Wolfgang Fellner.

Redaktion 18.03.2020

Fellner plant Kurzarbeit für "Österreich"-Mitarbeiter

Anwesenheit auf 50 Prozent reduziert; zunächst durch Urlaubsabbau, dann durch Kurzarbeit; Fernsehen und Aktueller Dienst online ausgenommen; Zeitung wird dünner.

WIEN. Wolfgang Fellner, Geschäftsführer der Mediengruppe Österreich, plant, einen Teil seiner Mitarbeiter wegen der Entwicklungen rund um das Coronavirus zur Kurzarbeit anzumelden. Ausgenommen werden sollen der Fernsehsender und der Aktuelle Dienst im Onlinebereich. "Wir haben unsere Anwesenheit auf 50 Prozent reduziert", sagte Fellner im Gespräch mit der APA.

In den kommenden Tagen und Wochen werde das durch Urlaubsabbau umgesetzt. Sollte sich die Situation rund um das Coronavirus in nächster Zeit nicht verbessern, wovon wohl derzeit auszugehen sei, werde das Unternehmen einen Antrag auf Kurzarbeit (50% der Arbeitszeit) stellen. "Sobald es sinnvoll ist, das zu beantragen, werden wir das machen", sagte Fellner.

Er gehe davon aus, dass die Maßnahme mehr als die Hälfte der Mitarbeiter betreffen werde, ausgenommen werden sollen der Fernsehsender oe24.tv und der Aktuelle Dienst im Online-Bereich. Kurzarbeit sei wahrscheinlich die einzige Art und Weise, wie Medienunternehmen und ihre Mitarbeiter die Situation halbwegs unbeschadet überstehen könnten, so Fellner. "Bei uns brechen natürlich die Anzeigenerlöse weg." Es sei niemand zur Kündigung angemeldet worden, betonte er.

Die Zeitung werde jedenfalls deutlich dünner ausfallen. Gerüchte, wonach Mitarbeiter bei Österreich zur Anwesenheit in der Redaktion verpflichtet seien, dementierte Fellner. "Das sind Fake News, dass bei uns Anwesenheitspflicht besteht", sagte er. (red)

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