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Funke und Signa fechten Schiedsgerichtsentscheid an © Mediaprint Peter Tomschi

Christoph Dichand

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Christoph Dichand

Redaktion 27.05.2020

Funke und Signa fechten Schiedsgerichtsentscheid an

Wegen "schwerwiegender Unregelmäßigkeiten" – soll der Verkauf der Anteile an "Krone", "Kurier" und Mediaprint abgelehnt werden

WIEN. Die juristische Auseinandersetzung zwischen den Eigentümern der Kronen Zeitung geht in die nächste Runde. Die Funke-Mediengruppe wird das Urteil des Schweizer Schiedsgerichts, das vergangene Woche ergangen ist, anfechten. Das teilten Funke und Signa-Holding am Montag mit. Grund dafür seien unter anderem "die im Schiedsverfahren aufgetretenen schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten".

Urteilsverkündung
Vergangenen Mittwoch hatte es im jüngsten Schweizer Schiedsgerichtsverfahren zwischen der Funke-Mediengruppe und der Kronen Zeitung ein Urteil gegeben. Kronen Zeitung- Herausgeber und -Eigentümervertreter Christoph Dichand sah durch dieses die Vorrechte der Dichands in den Verträgen mit der Funke-Gruppe "vollinhaltlich" bestätigt.

Der Funke-Mediengruppe, die unter anderem die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) herausgibt, und der Familie Dichand gehört jeweils die Hälfte der Kronen Zeitung. Seit 2018 ist in Funkes Beteiligungsunternehmen auch die Signa-Holding des österreichischen Immobilienunternehmers Rene Benko an Bord.

Ausbau der Stimmenmehrheit
Einen Verkauf ihrer Anteile an den Gesellschaften der Krone, dem Kurier oder der Mediaprint schließen die Funke-Mediengruppe sowie Signa "kategorisch aus", hieß es in der Aussendung außerdem. Die Familie Dichand hatte nach dem Urteil gegenüber dem Standard Interesse an den Krone-Anteilen der Funke-Gruppe bekundet.

Funke und Signa wiesen außerdem darauf hin, dass das deutsche Bundeskartellamt Mitte Februar die von ihnen angemeldete Erlangung der Mehrheit an den Krone-Gesellschaften freigegeben habe. Sobald diese "auch in Österreich kartellrechtlich genehmigt beziehungsweise nicht untersagt wird, streben die Gesellschafter den weiteren Ausbau ihrer heute schon vorhandenen Stimmenmehrheit an", hieß es weiter. (red)

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