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"OÖNachrichten" feierten 150 Jahre Zeitungsgeschichte APA/RUBRA

OÖN-Chefredakteur Gerald Mandlbauer und Herausgeber Rudolf A. Cuturi

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OÖN-Chefredakteur Gerald Mandlbauer und Herausgeber Rudolf A. Cuturi

Redaktion 07.10.2015

"OÖNachrichten" feierten 150 Jahre Zeitungsgeschichte

Mandlbauer: "Ticken nicht in Tagen oder Quartalen, sondern in Jahren und Generationen"

St. Florian bei Linz. Die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) feierten Dienstagabend im Barockstift St. Florian 150 Jahre Zeitungsgeschichte: Vor 150 Jahren wurde die "Tagespost" gegründet, die Vorgängerzeitung der OÖN, vor 70 Jahren die "Nachrichten" selbst. "Wir ticken nicht in Tagen oder Quartalen, sondern in Jahren und Generationen", meinte OÖN-Chefredakteur Gerald Mandlbauer bei der Begrüßung der Gäste

Mandlbauer betonte darüber hinaus die Verantwortung der Medien in politisch bewegten Zeiten. "Auch wenn wir mit dem Schüren von Ängsten tausende Leser mehr erreichen könnten, werden wir das nicht tun. Wir stehen für Versachlichung und wollen es der Politik und der Gesellschaft nicht noch schwerer machen, als sie es ohnehin schon hat", sagte der Chefredakteur. "Nicht verführen, nicht verängstigen, sachlich berichten, und den Menschen eine Perspektive geben", war auch Landeshauptmann Josef Pühringers (ÖVP) Botschaft an die Medien. "Wenn Berichterstattung zur Meinungsmache wird, dann wird Berichterstattung zur Kampagne", ergänzte Vizekanzler und Oberösterreicher Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Mitterlehner berichtete, dass in seiner Minister-Zeit in Wien immer wieder Boulevard-Macher und -Chefredakteure bei ihm "wegen irgendetwas interveniert haben, meistens wegen Inseraten". Beim OÖN-Herausgeber Rudolf A. Cuturi sei er schon viele Male zu Gast gewesen, "aber der hat noch nie bei mir interveniert", so Mitterlehner. "Auch das ist ein Zeichen von Unabhängigkeit."

Der ebenfalls anwesende Bundespräsident Heinz Fischer hob ebenfalls die Rolle der Medien für die Demokratie hervor. "Ich bin überzeugt, dass Demokratie nur gelingen kann, wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind", so Fischer. Dazu zählten neben der Vielfalt in der Parteienlandschaft auch eine möglichst pluralistische, bunte und qualitätsvolle Presse. "Ich denke jetzt absichtlich nicht an Österreich, sondern an die Yellow Press anderer Länder, aber was da geboten wird, ist im wahrsten Sinne des Wortes demokratieschädigend", erklärte der Bundespräsident.

Herausgeber Rudolf A. Cuturi betonte unterdessen den "guten Geist" unter den Mitarbeitern der Mediengruppe und erinnerte an "bewegende Momente" wie die OÖN-"Hochwasserhilfe". Der Neubau des Medienhauses in der Linzer Innenstadt entwickle sich laut Cuturi besser als erhofft und man sei im Zeitplan sogar einige Wochen voraus. 2017 sollen die neuen "Promenaden-Galerien" des Medienunternehmens mit Hotel, Geschäften, Restaurants, Cafés, Büros, Wohnungen und einem 2.000 Quadratmeter großen Redaktionsbereich inklusive Newsroom fertiggestellt werden. (APA)

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