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Realisierung von holografischen Displays rückt in greifbare Nähe © Lucie Gouhier

Chiara Greganti & Jonas Zeuner, Francesco Pellegatta, Lucie Gouhier, Ioannis Pitsios, Rui Vasconcelos, Lyubomir Ahtapodov, Alexandros Tzimis.

© Lucie Gouhier

Chiara Greganti & Jonas Zeuner, Francesco Pellegatta, Lucie Gouhier, Ioannis Pitsios, Rui Vasconcelos, Lyubomir Ahtapodov, Alexandros Tzimis.

Redaktion 26.05.2021

Realisierung von holografischen Displays rückt in greifbare Nähe

Siebenstelliger Betrag und zwei neue Investoren für Wiener Start-up VitreaLab.

WIEN. Die Quantenphysiker Chiara Greganti und Jonas Zeuner treiben seit Ende 2018 die Entwicklung von holografischen Displays für Smartphones voran. Nach der kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde freut sich das Wiener Start-up über ein siebenstelliges Investment und zwei neue Investoren: Neben IST cube und  APEX Ventures beteiligen sich nun das österreichische Investorennetzwerk primeCrowd und Hermann Hauser, ARM-Gründer und hochkarätiger Tech-Investor. Ronald Rapberger, Head of Investments bei primeCrowd, spricht hierbei vom schnellsten Fundraising in der Geschichte des Investorennetzwerks.

Die Steuerung von Laserlicht in Displays hat ein enormes Potenzial, die Bildqualität zu verbessern und holografische Displays zu ermöglichen – doch bisher waren technische Schwierigkeiten ebendieser Steuerung im Weg. Das Wiener Startup VitreaLab nutzt eine innovative Technologie, um den Display-Markt zu revolutionieren: Über Wellenleiterstrukturen kann das Licht punktgenau an die gewünschte Stelle des Smartphone-Displays transportiert werden, um damit nicht nur den Kontrast zu schärfen, sondern vor allem die Akkuleistung zu optimieren.

Realisierung von holografischen Displays rückt erstmals in greifbare Nähe
Das Gründerteam von VitreaLab setzt eine einzigartige Mikrofabrikationstechnologie ein, die Millionen von winzigen Lichtkanälen im Glas erzeugt. Diese wiederum erlauben eine unglaublich präzise Steuerung des Lichtflusses. Anstatt zufälliger LCD-Lichtreflektion kommt das Laserlicht nun punktgenau an seinem Bestimmungsort an. Damit rückt die Realisierung von hochwertigen holografischen Displays erstmals in greifbare Nähe. „Unser erstes Ziel ist es, die Energieeffizienz und Helligkeit von Smartphone-Displays drastisch zu erhöhen – hier können wir in kürzester Zeit den größten Unterschied machen. Daraufhin verfolgen wir das ehrgeizige Ziel, holografische Displays möglich zu machen", so Jonas Zauner über die Vision von VitreaLab.

primeCrowd und Hermann Hauser sind neue Investoren
Mit Abschluss der Seed-Runde konnte VitreaLab einen siebenstelligen Betrag von seinen bisherigen und zwei weiteren hochkarätigen Investoren einsammeln. Neben dem Investorennetzwerk primeCrowd hat sich das VitreaLab-Team nun auch den ARM-Gründer und hochkarätigen Tech-Investor Hermann Hauser an Bord geholt: „Ich glaube, dass dies eine bahnbrechende Technologie für Displays sein kann“, zeigt sich Hauser begeistert über die Aussichten des Start-ups. "Mit dem aktuellen Rückhalt sehe ich eine glänzende Zukunft für VitreaLab", freut sich Jonas Zeuner, der überzeugt ist: "Es ist absolut wichtig, von Investoren unterstützt zu werden, die die Zukunft des Unternehmens aktiv mitgestalten. Ohne unsere aktuellen Investoren wären wir nicht da, wo wir heute sind. Mit Hermann und primeCrowd wird es noch einfacher sein, weiter voranzukommen." Ronald Rapberger, Head of Investments, spricht vom schnellsten Fundraising in der primeCrowd-Historie: „Das führe ich auf die hochkompetenten Gründer, ihre disruptive Technologie und die renommierten Co-Investoren wie Hermann Hauser, IST cube und APEX Ventures zurück."

Von der Universität ins hochmoderne Labor
Gegründet wurde VitreaLab von Chiara Greganti und Jonas Zeuner, beide sind Quantenphysike an der Universität Wien. Während ihrer Promotion nutzten sie Mikrofabrikationstechnologie für Quantencomputing-Experimente, bei denen die Steuerung von Laserlicht auf der Nanoskala notwendig ist: Das war der Startschuss für VitreaLab. Nur zwei Jahre nach dem ersten Investment von APEX und IST cube zog das Start-up aus den gemieteten Universitätsräumen in ein neues, hochmodernes Labor. Mit einem auf neun Mitarbeiter angewachsenen Team entwickelt das Start-up seine Prototypen zügig weiter und erweitert sein IP-Portfolio mit Ausblick auf einen ersten Lizenzdeal. (red)

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