MARKETING & MEDIA
Rosam Grünberger | Change Communications präsentiert länderübergreifende Expertenbefragung zur internationalen Krisenkommunikation © Rosam.Grünberger
© Rosam.Grünberger

Redaktion 10.09.2020

Rosam Grünberger | Change Communications präsentiert länderübergreifende Expertenbefragung zur internationalen Krisenkommunikation

Stark wachsendes Krisenpotenzial im Gesundheitswesen; Vorbereitung auf grenzüberschreitende Krisen von Unternehmen wird vernachlässigt.

WIEN. Insbesondere im Gesundheitswesen und im Finanzsektor wird die Notwendigkeit von Krisenkommunikation in den nächsten fünf Jahren deutlich zunehmen. Das zeigt die Expertenbefragung des Crisis Communications Network Europe (CCNE), welches die Agentur Rosam.Grünberger | Change Communications initiiert hat. Fünfzehn Krisenberater aus allen CCNE-Mitgliedsländern beteiligten sich im Sommer 2020 an der Befragung. Rund drei Viertel der befragten Mitglieder des CCNE sehen im Gesundheits- und Finanzwesen das größte Krisenpotential. „Der durch Corona bedingte öffentliche Fokus auf dem Healthcare-Bereich hat dazu geführt, dass in nahezu allen Ländern die Qualität des Gesundheitswesens auf den Prüfstand gestellt wurde. Von der Finanzierung von Krankenhäusern und der Behandlungsqualität bis hin zur Bevorratung von Medikamenten wurden allerlei Defizite offengelegt. Der korrekte Umgang damit bringt große kommunikative Herausforderungen mit sich“, sagt Silvia Grünberger, Managing Partner von Rosam.Grünberger | Change Communications.

Stark steigende Bedeutung von Mitarbeitern für Krisenverläufe erwartet
Gefragt nach den Akteuren, die Krisendynamiken in den kommenden Jahren beeinflussen, gehen knapp drei Viertel der Berater davon aus, dass der Einfluss einzelner Mitarbeiter steigen wird. Während laut Erhebung auch einzelne Verbraucher für Krisendynamiken noch relevanter werden, erwarten die CCNE-Mitglieder nicht, dass sich der Einfluss von NGOs signifikant abschwächen oder steigen wird. Als wichtigsten Grund für diese hohen Werte sehen die Berater, dass die Digitalisierung nicht nur jeden Einzelnen zum potenziellen Multiplikator macht, sondern der Einzelne sich seiner Bedeutung in der Krise auch zunehmend bewusst wird. Fake News Kampagnen werden in naher Zukunft nicht nur politisch sein, sondern sich gezielt gegen Unternehmen richten. Einzelne Personen können so Krisen auslösen, ohne dass ein konkretes Ereignis oder gar Fehlverhalten eines Unternehmens vorliegt. Silvia Grünberger erklärt: „Vor allem die interne Kommunikation erfährt in der Krise zu wenig Beachtung, müsste jedoch unbedingt höchste Priorität erhalten.“

Issue-Monitoring und Krisenevaluation meist genutzte Präventionsinstrumente
Obwohl unbestritten ist, dass die Digitalisierung weiter auf dem Vormarsch ist, haben viele der beratenen Unternehmen im Krisenmanagement noch nicht die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen. Mehr als die Hälfte der beratenen Unternehmen nutzen keine digitale Krisen-App, sondern vertrauen auf das klassische Krisenhandbuch. Über dieses verfügt jedes zwei Unternehmen, ähnlich verhält es sich mit dem Issue-Monitoring.

Verbesserungsbedarf legt die Umfrage auch in der Vorbereitung auf internationale Krisen offen. Lediglich ein Fünftel der Befragten gab an, dass die von ihnen beratenen Unternehmen bereits ausreichend für den Umgang mit grenzüberschreitenden Krisen vorbereitet sind. Die Bereitschaft, solche Szenarien zu trainieren und Präventionsprozesse aufzusetzen, ist bei den Unternehmen nur gering ausgeprägt.

Als die größte Herausforderung in grenzüberschreitenden Krisen nennen die Berater kulturelle sowie rechtliche Unterschiede und Sprachbarrieren. Das CCNE-Netzwerk gibt ebenfalls an, dass in jedem Land unterschiedliche Branchen besonders krisenanfällig sind. Die Lebensmittelwirtschaft in Großbritannien oder den Niederlanden würde lange nicht so kritisch gesehen, wie beispielsweise in Deutschland oder Österreich. Dieses Bewusstsein, dass es kulturelle und mediale Unterschiede gibt, will das CCNE schärfen. Silvia Grünberger: „Durch das Netzwerk können wir insbesondere Sprach- und Kulturbarrieren umgehen und über unsere Partner komplexe internationale Krisenmandate besser als je zuvor abdecken.“

Über die Umfrage
Im Rahmen einer Online-Umfrage wurden die Beratungsfirmen aller neun Mitgliedsländer zur Krisenkommunikation befragt. Diese repräsentieren rund 500 Beratungskunden. Insgesamt 15 Experten für Krisenkommunikation haben sich an der Erhebung beteiligt. Die Umfragen fand im Zeitraum 17. Juni bis 06. Juli 2020 statt.

Über das Netzwerk
Das CCNE ist ein von Rosam.Grünberger | Change Communications initiierter Zusammenschluss inhabergeführter, europäischer Agenturen, die über eine nachweisliche Expertise im Bereich der Krisenprävention und -kommunikation verfügen. Für ihre Kunden wollen die Mitglieder dadurch länderübergreifende Krisenfälle noch besser betreuen. (red)

Weitere Informationen unter www.ccn-europe.com

 

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL