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Werbung – Kino & OOH mit Zuwächsen © panthermedia_Denis Raev
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Redaktion 30.01.2020

Werbung – Kino & OOH mit Zuwächsen

Werbemarkt wuchs um 4,0 Prozent auf 6,18 Mrd. Euro; starke Zuwächse bei Kino- und Außenwerbung; Autohersteller reduzierten Werbeetats; Lebensmittel- und Möbelhändler größte Werber.

WIEN. Influencer und neue Werbeformen im Internet sowie Marketing und Sponsoring sorgen dafür, dass immer weniger Geld aus den Werbebudgets in klassische Medien fließt. Am stärksten davon betroffen sind Magazine und Zeitschriften. Auch bei Tageszeitungen, Fernsehwerbung und selbst bei klassischer Onlinewerbung lag das Wachstum 2019 unter dem Durchschnitt von 4,0 Prozent.

Mit 6,18 Mrd. € sei erstmals die 6 Mrd. €-Grenze übertroffen worden, zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Aufstellung des Focus Instituts. Die größten Wachstumsraten gibt es bei Kino- und Außenwerbung sowie bei Social Media. Mit knapp zwei Mrd. € ist Printwerbung aber nach wie vor die Nummer eins.

Die Autobranche drosselte ihre Werbeausgaben drastisch, um brutto 24,5 Mio. €, auch die Modeketten gaben um rund 10 Mio. € weniger Geld für Werbung aus. Am anderen Ende steht der Möbelhandel mit einem Plus von 43,4 Mio. €, gefolgt vom Lebensmittelhandel mit 31 Mio. €.
Größter Werber ist der Rewe-Konzern (Billa, Merkur, "Ja! Natürlich", etc.) mit 181 Mio. €, gefolgt von XXXLutz mit 164 Mio. € und Spar mit 160 Mio. €. Stark ausgeweitet worden ist auch das Werbebudget bei kika/Leiner nach der Übernahme durch Signa, hinter der der Tiroler Investor Rene Benko steht. Der Bruttowerbewert des Unternehmens stieg um 35% auf 64,3 Mio. €.

Für 2020 erwartet Focus Research ein Wachstum von 3,0 Prozent. Innerhalb der Kategorie Online wird allen Bereichen eine positive Entwicklung vorausgesagt – ganz oben stehe wieder einmal Video, Social Media, Suchwortvermarkung und Mobile Marketing, so die Experten. Offline dürfte der Aufschwung im Digital-out-of-Home auch 2020 ungebremst weitergehen. Die Prognosen für Citylights, Public Relations und Verkaufsförderungsaktionen liegen laut Focus ebenfalls deutlich im positiven Bereich. Dem gegenüber stehen die Print-Gattungen – Magazine und Tageszeitungen – und das Medium Fernsehen, welchen ein herausforderndes Jahr in der Werbung bescheinigt wird, so die Werbeanalysten. (APA)

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