Wien wird zum Denkraum für Europas technologische Zukunft
© AIT/Valerie Maltseva
MOBILITY BUSINESS Redaktion 01.09.2026

Wien wird zum Denkraum für Europas technologische Zukunft

Bei den Technology Talks Austria diskutieren rund 800 Teilnehmer über technologische Souveränität, industrielle Stärke und Europas Wettbewerbsfähigkeit.

Am 10. und 11. September wird Wien erneut zum Treffpunkt der europäischen Forschungs-, Technologie- und Innovationsszene. Bei den Technology Talks Austria 2026 im MuseumsQuartier diskutieren mehr als 25 internationale Experten mit rund 800 Teilnehmern über technologische Souveränität, industrielle Stärke und Europas Wettbewerbsfähigkeit. Im Fokus stehen dabei auch strategische Infrastrukturen, Resilienz und die Frage, wie Forschung rascher in marktfähige Technologien übersetzt werden kann.

Unter dem Motto „Empowering Europe: Technological Leadership for a Resilient Future“ geht die Konferenz der Frage nach, wie Europa seine wissenschaftliche Exzellenz stärker in technologische Führungsfähigkeit, industrielle Wertschöpfung und strategische Autonomie überführen kann. Gerade für den Mobilitäts- und Infrastrukturbereich sind diese Themen von zentraler Bedeutung: Neue Technologien, resiliente Lieferketten, leistungsfähige Forschungsnetzwerke und europäische Rahmenbedingungen entscheiden zunehmend über die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

„Europa verfügt über exzellente Forschung und starke industrielle Kompetenzen. Entscheidend wird jedoch sein, wie wir wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in technologische Führungspositionen, industrielle Wertschöpfung und resilientere Systeme übersetzen können“, betont Andreas Kugi, Scientific Director des AIT und Vorsitzender des Programm-Komitees.

Von Forschung bis Dual Use
Das Programm umfasst sechs Plenary Sessions und zwölf vertiefende Workshops. Thematisch reicht der Bogen von strategischen Infrastrukturen und resilienten Innovationsökosystemen über den Übergang von wissenschaftlicher Exzellenz zu industrieller Führungsstärke bis zu Dual-Use-Technologien, technologischer Souveränität und besseren europäischen Rahmenbedingungen für Innovation und Skalierung.

Ergänzt werden die Plenardebatten durch Keynotes, Special Events und eine Exhibition Area. Ziel sei es ausdrücklich nicht, lediglich bestehende Projekte zu präsentieren. „Die Technology Talks sind kein Schaufenster, in dem wir einander bereits Erreichtes präsentieren. Sie sollen ein Denkraum sein“, erklärt Brigitte Bach, Sprecherin der AIT-Geschäftsführung. Technologieführerschaft entstehe nicht in einzelnen Institutionen, sondern in leistungsfähigen Netzwerken.

Breites Netzwerk
Die Technology Talks finden heuer zum dritten Mal in ihrer neuen Form in Wien statt. Sie gingen aus den langjährigen Technologiegesprächen beim Europäischen Forum Alpbach hervor und werden seit 2024 vom AIT Austrian Institute of Technology gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Industrie, Politik und Verwaltung veranstaltet.

Zu den Kooperationspartnern zählen unter anderem das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, das Wissenschafts- sowie das Wirtschaftsministerium, die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG und die Industriellenvereinigung. Eingebunden sind zudem zahlreiche Universitäten, Forschungsorganisationen und Unternehmen.

Die Technology Talks Austria schließen unmittelbar an das FFG-Forum am 9. September an. Der reguläre Ticketpreis beträgt 250 Euro, Studierende zahlen 125 Euro.

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