DMVÖ und Premedia diskutieren Handel im KI-Zeitalte
© Niklas Schnaubelt
„KI kauft. Bist du bereit?“: DMVÖ und Premedia diskutierten mit Experten über KI-Agenten und veränderte Kaufentscheidungen.
MARKETING & MEDIA Redaktion 22.09.2026

DMVÖ und Premedia diskutieren Handel im KI-Zeitalte

DMVÖ und Premedia diskutierten mit rund 30 Vertretern des Handels über KI-Agenten, veränderte Kaufentscheidungen und neue Anforderungen an Content.

WIEN. Unter dem Titel „KI kauft. Bist du bereit?“ veranstalteten der Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) und der Customer-Experience-Spezialist Premedia am 14. September einen gemeinsamen Abend in Wien. Rund 30 Vertreter aus Geschäftsführung, Marketing, Digital und E-Commerce diskutierten darüber, wie sich KI-Assistenten auf den Handel und die Sichtbarkeit von Marken und Produkten auswirken.

Martin Sprengseis-Kogler, Managing Partner bei bluesource und Co-Founder von P19 Payment Pioneers, beschäftigte sich mit den Voraussetzungen für agentenbasiertes Einkaufen. Nach seinen Angaben fließen bereits 47% der österreichischen Online-Ausgaben ins Ausland. Unter Berufung auf eine Analyse von Strategy& und PwC verwies er zudem darauf, dass bis 2030 bis zu 15% des europäischen Onlinehandels über KI-Agenten laufen könnten.

„Unsichtbarkeit im Agenten-Kanal ist die Default-Einstellung. Sie passiert automatisch, wenn man nichts tut“, so Sprengseis-Kogler.

KI-Sichtbarkeit messen
Markus Zimmer, Gründer und Geschäftsführer von BuzzValue und AION Research, widmete sich der Frage, wie sich die Sichtbarkeit von Unternehmen und Marken in KI-Systemen messen lässt. Als Ansatz nannte er regelmäßige KI-Audits und ein kontinuierliches Monitoring.

Lisa Reith, Director Market Retail, und Manuel Holzer, Product Owner bei Premedia, rückten wiederum die Content-Produktion in den Mittelpunkt. Statt einzelne KI-Tools isoliert einzusetzen, plädierten sie für durchgängige Prozesse entlang der Content Supply Chain.

„Content für KI-Agenten zu bauen, heißt nicht, mehr zu produzieren, sondern strukturierter zu arbeiten. Es geht nicht um das einzelne bessere Bild, sondern um den Prozess dahinter, der KI-Produktion und menschliche Kontrolle sinnvoll verbindet“, erklärte Reith.

„Eine Führungsaufgabe“
DMVÖ-Vorstandsmitglied Ulrike Kittinger sieht die Auseinandersetzung mit KI-Agenten nicht allein als technologische Aufgabe: „Wenn künftig ein Agent die Kaufentscheidung trifft, nützt die schönste Kampagne nichts, wenn das Sortiment darin gar nicht vorkommt. KI wirkt nur mit klaren Vorgaben, klaren Zielen und einem Masterplan. Das ist eine Führungsaufgabe, keine IT-Frage. Wer jetzt nicht reagiert, verliert den Anschluss.“ (red)

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