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Dramaturgie bei Shoppingcentern © Michael Hetzmannseder

FM-Experten: Alexander Strohmayer, Horst Reiner, Jean-Erich Treu, Michael Wisser (v.l.).

© Michael Hetzmannseder

FM-Experten: Alexander Strohmayer, Horst Reiner, Jean-Erich Treu, Michael Wisser (v.l.).

PAUL CHRISTIAN JEZEK 17.06.2016

Dramaturgie bei Shoppingcentern

Shoppingcenter dienen heutzutage als Begegnungsräume, in denen der Eventcharakter und die Gastronomie ebenso bedeutend sind wie das Shoppingerlebnis.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Man müsse Kunden mit gezielten Maßnahmen einladen, im Shoppingcenter zu verweilen: Das war die einhellige Meinung der Diskutanten des dritten FM-Clubs der Wisag Service Holding Austria zum Thema „Innovatives Flächenmanagement”.

Auf dem Podium waren Horst Reiner von ATP Wien Planungs GmbH, Alexander Strohmayer von Workyourway Holding GmbH und Jean-Erich Treu von Leoben City Shopping Errichtungs- und Betriebs GmbH.

Sicherheit & ein gutes Leitsystem

Reiner betonte, man müsse die Kunden gleichmäßig verteilen und die Aufenthaltsqualität erhalten: „Die Aufgabe eines Shopping­center-Eigentümers ist es, bei der Konzeption alles zu unternehmen, um Frequenz zu schaffen. Das ist eine sehr präzise Arbeit.” Man brauche Dramaturgie und Storytelling: „Das schafft man bereits in der Planung und Konzeption ohne Shops, denn ein Shoppingcenter ist in erster Linie eine Erlebnis- und Wohlfühlwelt zum Verweilen.”

Gebäudetechnik müsse innovativ und optimal genutzt werden, um Kun­den in die Gebäudetechnologie zu integrieren, meinte Alexander Strohmayer. Nur so könne man eine effiziente Bewirtschaftung ermöglichen, „nämlich mit einem Verwaltungsaufwand nahe null”. Leerstände will er vor allem mit innovativen Konzepten wie Pop-up-Stores beleben.
Jean-Erich Treu warnte jedoch, nicht die Pächter zu verunsichern und deren Vertrauen zu verlieren. „Sicherheit und Bewachung in jedem Bereich des Centers, ein gutes Leitsystem sowie Sauberkeit sind entscheidende Maßnahmen, um die Verweildauer der Kunden zu erhöhen.” Treu betonte, dass bei Umrüstungsmaßnahmen das oberste Ziel sei, Betriebskosten zu senken, denn „hier sind bis zu 20% einsparbar”.
Sowohl Einkaufszentren „auf der grünen Wiese” als auch solche in Innenstadtlage hätten ihre Berechtigung; das Donau Zentrum zeige, dass ein Shoppingcenter durch Stadtwachstum auch von der „grünen Wiese in die Stadt wandern” könne, meinte Treu.

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