Es wird wieder gekauft!
© Remax Austria/Christian Postl
Remax Austria-Managing Director Bernhard Reikersdorfer lassen die aktuellen Verbücherungszahlen „zuversichtlich in die Zukunft blicken“.
FINANCENET REAL:ESTATE Redaktion 25.09.2026

Es wird wieder gekauft!

Laut Remax-ImmoSpiegel Gesamtmarkt 1. Halbjahr 2026 feiert der heimische Immobilienmarkt ein fulminant starkes Comeback.

AMSTETTEN. Mit 66.591 Verbücherungen im ersten Halbjahr 2026 ist die Durststrecke am österreichischen Immobilienmarkt seit 2023 endgültig zu Ende, heißt es im Remax ImmoSpiegel Gesamtmarkt für das erste Halbjahr 2026: es endet mit einem Zuwachs von +22,3% im Vergleich zum Vorjahr und vor allem mit +6,1% über dem Zehnjahresschnitt. Auf das Rekordjahr 2021 fehlen nur noch 13,1% oder 9.998 Kaufakte.
Dabei gelingt im Jahresvergleich allen Bundesländern ein Plus, im Zehnjahresschnitt verpassen nur Tirol und Kärnten den positiven Bereich.

Zuversicht ist angesagt
„Wenn sieben der neun Bundesländer wieder über ihrem Zehnjahresschnitt liegen, dann ist das nach den Rückgängen in den vergangenen Jahren höchst erfreulich. Dass die Immobilienmarkttrendsetter Vorarlberg und Wien so gut unterwegs sind, und auch das Schwergewicht im Westen, Tirol, sich mit einer enormen Zuwachsrate wieder zurückmeldet, lässt ungeachtet aller realpolitischen Entwicklungen weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken“, sagt Bernhard Reikersdorfer, Managing Director von Remax Aus­tria und fügt hinzu: „Auch wenn die Neubaurate viel zu gering ist und dies die Preise unnötig antreibt, wie wir schon seit geraumer Zeit warnen.“

19,59 Mrd. € Immobilienumsatz sind um +27,9% mehr als im Vorjahr, um +46,6% mehr als 2024 und nur mehr 9,9% weniger als im Rekordjahr 2022. In anderen Worten: Der Umsatz 2026 entspricht nominell beinahe dem vom Jahr 2021 (19,61 Mrd. €) und liegt ohne Inflationsbereinigung um +21% über dem Zehnjahresvergleich.

Wien ist mit 5,41 Mrd. € − nach einem Zuwachs zum Vorjahr von +1,22 Mrd. € (+29,1%) – wie immer der größte Markt. Rang zwei geht an Niederösterreich mit 2,89 Mrd. € und einem Anstieg von +494 Mio. € (+20,6%). Den dritten rettet Oberösterreich mit 2,49 Mrd. € (+20,4%) vor der Steiermark mit neuem Rekord von 2,44 Mrd. € und einem fulminanten Plus von +49,1%. (hk)

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