Lebens(t)räume
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Daniela Barco, Privatkundenvorständin der UniCredit Bank Austria, und Ivan Vlaho, CEO der UniCredit Bank Austria, stellten die Studienergebnisse vor.
FINANCENET REAL:ESTATE Redaktion 02.10.2026

Lebens(t)räume

Laut UniCredit Bank Austria-Wohnstudie 2026 wollen drei von vier Österreichern in den eigenen vier Wänden leben.

WIEN. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden bleibt in Österreich stark. Das zeigt eine Wohnstudie der UniCredit Bank Austria, die im August 2026 vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut IFDD unter 1.250 Personen ab 16 Jahren durchgeführt wurde. 76% nennen Wohneigentum als ideale Wohnform, für 75% ist es persönlich wichtig, in einer eigenen Immobilie zu leben. Auch junge Menschen wenden sich dem Eigentum nicht ab: 68% der 16- bis 29-Jährigen gehen davon aus, im Laufe ihres Lebens eine Immobilie erwerben zu können.

„Der Wunsch nach Wohneigentum bleibt in Österreich stark ausgeprägt. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten suchen Menschen Sicherheit, Stabilität und langfristige Perspektiven“, sagt Ivan Vlaho, CEO der UniCredit Bank Austria. Zugleich ziehe die Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen wieder deutlich an. Gerade bei der jüngeren Generation sei der Wunsch nach Eigentum weiterhin vorhanden.
Daniela Barco, Privatkundenvorständin der UniCredit Bank Austria, dazu: „Menschen denken heute sehr bewusst über Wohneigentum nach. Es geht nicht um Status, sondern um Sicherheit, Planungssicherheit und Zukunftsvorsorge. Genau deshalb wird der Immobilienkauf intensiv vorbereitet und sorgfältig abgewogen.“

Sicherheit statt Status
Die Ergebnisse zeichnen damit ein zweigeteiltes Bild: Der Wunsch nach Eigentum ist weiterhin breit verankert, zugleich klafft zwischen Wunsch und tatsächlicher Leistbarkeit eine deutliche Lücke. Gerade die Finanzierung und die Suche nach einer passenden Immobilie werden für viele Haushalte zur zentralen Herausforderung. Als wichtigste Gründe für Eigentum nennen die Befragten Unabhängigkeit und Gestaltungsfreiheit (50%), den Schutz vor steigenden Mietkosten (46%) sowie die Absicherung im Alter (37%). Status und Prestige spielen dagegen eine untergeordnete Rolle. Eigentum wird demnach vor allem als langfristige Lebens- und Vorsorgeentscheidung verstanden.

Das liebe Geld
Der Weg dorthin bleibt allerdings schwierig. Nur 26% halten Wohneigentum derzeit für gut oder sehr gut leistbar. Als größte Hürden gelten die hohen Immobilienpreise (79%), fehlendes Eigenkapital (55%) und die laufende Kreditbelastung (40%). Fast die Hälfte sieht bereits die Suche nach einer passenden Immobilie als schwierigsten Schritt des Kaufprozesses. Dazu kommen Fragen zu Budget, Nebenkosten, rechtlichen Aspekten und möglichen Sanierungen. „Die Menschen wünschen sich heute nicht einfach einen Kredit. Sie suchen Orientierung, Transparenz und eine verlässliche Begleitung entlang des gesamten Weges zum Eigenheim“, sagt Barco.

Zentrale Anlaufstelle
76% der Befragten bewerten eine zentrale Koordination von Immobiliensuche, Finanzierung und rechtlicher Abwicklung als hilfreich. Banken genießen bei Fragen rund um Immobilienkauf und Finanzierung mit 59% das höchste Vertrauen. Parallel dazu zieht das Geschäft mit Wohnbaukrediten wieder an. Bei der UniCredit Bank Austria stieg das Finanzierungsvolumen im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem ersten um rund 32%. Im ersten Halbjahr wurden rund 3.000 Neukundinnen und Neukunden gewonnen.

Branchenweit wurden im ersten Halbjahr monatlich neue Wohnbaukredite an private Haushalte im Volumen von rund 1,6 Mrd. € vergeben. Das entspricht einem Plus von rund 20% gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 und einem Anstieg von 85% gegenüber 2024. Die UniCredit Bank Austria erwartet, dass das Jahresvolumen von 16,8 Mrd. € 2025 auf heuer fast 19 Mrd. € steigt.

Als einen Grund für die Belebung nennt die Bank die verbesserte Leistbarkeit. Auch wenn der Zugang zu Eigentum für viele Haushalte anspruchsvoll bleibt, hat sich das Verhältnis von Einkommen und Wohnkosten zuletzt verändert. Zwar liegen die Immobilienpreise wieder annähernd auf dem Niveau des Höchststands von 2022, zugleich ist das durchschnittliche Nettoeinkommen unselbstständig Erwerbstätiger um 22% gestiegen. Die Kosten für 100 m² Wohnraum sanken dadurch von 14,4 Jahreseinkommen 2022 auf 11,7 Jahreseinkommen 2025 – – also fast 3 durchschnittliche Jahreseinkommen weniger.

One-Stop-Shop für Immokauf
Auf die komplexere Suche nach dem Eigenheim reagiert die Bank mit „MyHome“, einem neuen Kompetenzzentrum für Bau- und Wohnfinanzierung. Es soll Kundinnen und Kunden über den gesamten Prozess begleiten – von Orientierung und Immobiliensuche über Hypothekarfinanzierung bis zu Versicherungs- und Notarservices. Dafür bündelt die UniCredit Bank Austria Leistungen spezialisierter Partner: Finanzierungsexperten der Bank, Immobilienmakler von PlanetHome, Versicherungsexperten von Ergo sowie auf Wunsch Notare arbeiten dabei zusammen. „Unser Ziel ist es, den Weg zum Eigenheim einfacher, transparenter und erfolgreicher zu machen“, so Vlaho abschließend. (hk)

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