WIEN. Laut Abfallwirtschaftsgesetz müssen Unternehmen für jeden Standort mit 20 oder mehr Mitarbeitern ein separates Abfallwirtschaftskonzept (AWK) erstellen. Darin ist festzuhalten, welche Abfallstoffe in welchen Unternehmensbereichen in welcher Menge anfallen, wie diese entsorgt werden und welche nachhaltigen Maßnahmen gesetzt werden, etwa um die Müllmenge zu reduzieren. Spätestens alle sieben Jahre muss das AWK aktualisiert werden, sofern es in der Zwischenzeit nicht zu abfallrelevanten Änderungen kommt.
Neben der gesetzlichen Verpflichtung bietet ein AWK auch betriebswirtschaftliche Vorteile: Es ist ein Kontroll- und Planungsinstrument und zeigt, wo im Unternehmen Einsparungspotenziale liegen, etwa um Umweltstandards zu verbessern, den Ressourceneinsatz zu optimieren und Kosten einzusparen.
Kostenfreies Tool für Mitgliedsbetriebe
Gerade für Klein- und Mittelbetriebe bindet die Erstellung eines AWK zeitliche und personelle Ressourcen, die anderswo benötigt werden. Die WK Wien bietet ihren Mitgliedsbetrieben daher mit dem digitalen Abfallwirtschaftskonzept kostenfreien Zugang zu einem Online-Tool. Wirtschaftstreibende werden dabei Schritt für Schritt durch die Abfrage geführt, die Eingabemaske ist übersichtlich gestaltet. In kurzer Zeit erhalten Unternehmer damit ein rechtskonformes, vollständiges und auf den jeweiligen Standort zugeschnittenes AWK im gesetzlich geforderten Umfang, das anschließend als PDF heruntergeladen werden kann.
Der Zugriff auf das digitale Abfallwirtschaftskonzept erfolgt über das WKO-Benutzerkonto, das allen Mitgliedern der WK Wien sowie deren Mitarbeitern kostenfrei zur Verfügung steht.
Alle Infos zum digitalen Abfallwirtschaftskonzept: wko.at/wien/digitales-awk. (red)