WIEN. Für Gurkerl könnte es aktuell kaum besser laufen: Nach zwei Jahren der Konsolidierung, in denen der Ausbau und die Automatisierung des Lagers in Wien-Liesing im Vordergrund standen, verkündete man im Oktober 2024 den „Restart“. Während die großen Konkurrenten Billa und Spar im Laufe des Jahres ihren Rückzug aus dem Online-LEH verkündeten, steuerte die Rohlik-Tochter schon bald auf die Gewinnzone zu – und konnte diese im Dezember 2025 nun erstmals erreichen.
Im Laufe des vergangenen Jahres stieg die Zahl der monatlich aktiven Kunden laut Unternehmensangaben auf mittlerweile über 30.000. Gleichzeitig erhöhten sich Umsatz und Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50%, auch die Neukundengewinnung hat sich gegenüber Dezember 2024 mehr als verdoppelt. Die Produktivität im Lager ist im Vergleich zum Vorjahr um 20% gestiegen, die Lieferproduktivität sogar um 25%. Die „Perfect Order“-Rate liegt bei über 90%
„Das Erreichen der operativen Profitabilität zeigt, dass hohe Qualität, faire Preise und effiziente Abläufe Hand in Hand gehen können. Immer mehr Wiener Haushalte entscheiden sich für Gurkerl, weil sie wissen, dass ihre Lebensmittel pünktlich, frisch, vollständig und stressfrei geliefert werden“, erklärt Richard Harris Jr., seit 1. Dezember Managing Director von Gurkerl.
Raum für weiteres Wachstum
Statt seinen Lieferradius zu erweitern, will sich Gurkerl 2026 ganz auf die Stärkung der Position in Wien fokussieren. Ziel ist es laut Harris Jr., die bestehende Infrastruktur optimal auszulasten und die operative Effizienz weiter zu erhöhen. Ein wichtiger Treiber soll der Ausbau des Eigenmarkensortiments sowie des vor knapp einem Jahr lancierten Treueprogramms „Gurkerl Xtra Club“ sein.
Die Anzahl der Eigenmarkenartikel soll bis Ende 2026 verdoppelt werden. „Damit unterstreichen wir unseren Anspruch, hochwertige Lebensmittel und Komfort nicht als Premium-Nische, sondern als alltagstaugliche Lösung für möglichst viele Haushalte anzubieten“, so Harris Jr.
Das Logistikzentrum in Wien-Liesing ist nach dem millionenschweren Ausbau der letzten Jahre für die Abwicklung von bis zu 8.000 Bestellungen pro Tag ausgelegt – es ist also noch Luft nach oben für weiteres Wachstum: Im Herbst stand man bei rund 3.200 Bestellungen pro Tag bzw. 100.000 pro Monat. Auch 2026 will man mit „gezielten Investitionen in die Automatisierung und Logistik“ noch effizienter werden. (red)
Promis erzählen Hornbach-Spots
Der Baumarktbetreiber Hornbach startet mit „Hornbach nacherzählt“ eine neue Kampagne, in der fünf österreichische Persönlichkeiten frühere Werbespots aus ihrer Erinnerung schildern.
