WIEN. Lange verarbeitete das 2016 gegründete Wiener Food-Start-up Neoh seine „ENSO“-getaufte Zuckerersatzformel für seine eigenen Produkte – zunächst vor allem Riegel, später auch Waffelprodukte, Schokoladen und andere Süßigkeiten. Seit 2024 firmiert die stetig weiterentwickelte Formel unter dem Namen „Zero+“ – erklärtes Ziel: eine Alternative zu Zucker zu schaffen, die diesem geschmacklich viel näher kommt als gewöhnliche Süßstoffe – und damit nicht weniger als die Lebensmittelindustrie zu revolutionieren.
Einen Meilenstein auf dem Weg dahin stellte vergangenen Herbst der Ausbau einer Partnerschaft mit Billa dar – der Händler nutzt Zero+ inzwischen in einer Reihe von Produkten der Eigenmarke immer gut. Auch Nöm, Anker und Dunkin’ führten 2025 Produkte ein, die auf Zero+ setzen.
Im Rahmen einer Finanzierungsrunde konnten nun namhafte internationale Investoren an Bord geholt werden, die dem Vernehmen nach einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag investieren – darunter Teseo Capital, hinter welcher der Ferrero-Konzern (Nutella, Kinder, Ferrero Rocher) steht.
Breites Anwendungspotenzial
„Wir haben weltweit verschiedene Ansätze zur Zuckerreduktion evaluiert. Zero+ zeichnet sich durch seine industrielle Anwendbarkeit sowie sein breites Anwendungspotenzial in verschiedenen Produktkategorien aus. Dies ist für uns ein Schlüsselfaktor bei der Beurteilung der Skalierbarkeit“, betont Alessandro Boccardo, Investment Director bei Teseo Capital.
Ein weiterer prominenter Investor ist Zintius, gegründet von Ex-Metro-Chef Olaf Koch. Auch dort sieht man in Zero+ „eine Lösung für ein strukturelles Problem in der Branche“: Der Reduktion von Zucker ohne geschmackliche Kompromisse.
Vom Start-up zur Plattform
Auch Neoh-Gründer Manuel Zeller denkt groß: „Mit Zero+ entwickeln wir uns vom reinen Produktanbieter hin zu einer offenen Technologieplattform für Zuckerreduktion.“ Das Potenzial der Formel, hinter der 15 Jahre Entwicklungsarbeit stünden, reiche von „neuen Lebensmittelkategorien“ bis hin zu „Partnerschaften mit internationalen Industrieunternehmen“. (red)
Nah&Frisch unterstützt Konzertreihe „#weare Starke Stimmen – Starke Frauen“
Rund um den Weltfrauentag setzen österreichische Künstlerinnen mit der Veranstaltungsreihe „#weare Starke Stimmen – Starke Frauen“ ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit von Frauen
