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Steirer-Bowl macht Lust auf heimische Vitamine © LK-Danner

Mit Feuereifer kreierten die Oberlorenzener-Schülerinnen das Steirer-Bowl.

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Mit Feuereifer kreierten die Oberlorenzener-Schülerinnen das Steirer-Bowl.

Redaktion 06.03.2019

Steirer-Bowl macht Lust auf heimische Vitamine

US-Trend macht auch in der Steiermark Furore: Schülerinnen der Fachschule Oberlorenzen schaffen mit Steirer-Bowl gesunden Vitaminkick für den ganzen Tag.

OBERLORENZEN. Bowl-Gerichte sind voll im Trend. Die erste Steirer-Bowl gibt jetzt einen schnellen, genussvollen und gesunden Vitaminkick für den ganzen Tag. „Sie besteht aus einer kunterbunten Mischung aus heimischen Vogerlsalat, Karottensalat, Chinakohl und Hirse, die Lust auf vitaminreichen und ausgewogenen Genuss macht“, sagt Vizepräsidentin Maria Pein. Diese Steirer-Bowl wurde von der Fachschule Oberlorenzen kreiert, nachdem Landwirtschaftskammer, Gemüsebauverband und Styria vitalis die steirischen Grüne Küche-Betriebe zu einem Rezeptwettbewerb gerufen hatten.

Oberlorenzener Schülerinnen komponierten delikateste Steirer-Bowl. „Die Schülerinnen waren mit Feuereifer dabei und haben mit ihrer Hirse-Chinakohl Bowl mit Asmontecrackern ein kreatives, junges und köstliches Rezept entwickelt“, sagt Direktorin Herta Aldrian. Und weiter: „Die Idee mit der Steirer-Bowl hat die Schülerinnen gleich angesprochen. Kochen ist unsere große Leidenschaft und im Zentrum steht für uns das Kochen mit regionalen, saisonalen Produkten von unseren heimischen Bauern.“ Bereits seit sieben Jahren ist die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft zertifizierter „Grüne Küche“-Betrieb. Kochen, Ernährung und Gesundheit zählen zu den Eckpunkten in der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler.

Die Steiermark ist ein Chinakohl-Land, Chinakohl ist ein steirisches Paradegemüse. Fritz Rauer, Obmann der steirischen Gemüsebauern: „Der Anbau von Chinakohl ist besonders ressourcenschonend. Denn Chinakohl wird nach der Ernte im November – gesät wird er im August – in Holzsteigen aufbewahrt und in umweltfreundlichen Naturlagern ohne technische Kühlung gelagert, wodurch Energie gespart wird. Rund 60 steirische Bauern kultivieren auf rund 200 Hektar Chinakohl und ernten mehr als 10.000 Tonnen, etwa die Hälfte der österreichischen Gesamtmenge. Die Hauptanbaugebiete liegen in den Bezirken Weiz, Südoststeiermark und Hartberg-Fürstenfeld.“

Mild, leicht verdaulich und nur 16 Kalorien. Steirischer Chinakohl schmeckt nicht nur als Salat, aus ihm lassen sich jede Menge wunderbare Gerichte zaubern. Ein besonders hoher Vitamin C-Gehalt, etwas Vitamin B, Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor, sekundäre Pflanzenstoffe und nur 13 bis 16 Kalorien je 100 g zeichnen den Chinakohl aus. Die besondere ernährungsphysiologische Bedeutung des Chinakohls liegt aber in seinen hochwertigen Aminosäuren: das Blatt-Eiweiß macht gut zwei Prozent aus. Chinakohl kann somit (nicht nur) Vegetariern als wichtiger Eiweißlieferant dienen und ist ein mildes sowie leicht verdauliches Kohlgemüse. Er ist das steirische Wintergemüse schlechthin und eine gesunde sowie nachhaltige Alternative zu weitegereistem spanischen Eissalat.

In der Küche. Chinakohl ist in der Küche vielseitig einsetzbar: Er ist ein ideal, gut schmeckender Salat im Winter – ohne starkem Kohlgeschmack. Er eignet sich auch sehr gut zum Dünsten oder auch als Hauptgericht wie Chinakohlrouladen oder Kohllasagne. Als Dressing für Chinakohlsalat passt sehr gut Joghurt oder Sauerrahm – auch mit dem Steirischen Kürbiskernöl g.g.A. ist er sehr gut kombinierbar.

Einkaufs-Tipps: Qualitätsmerkmale. Frisches, knackiges, grünes Aussehen, frischer Anschnitt und geschlossene Köpfe sind wesentliche Qualitätsmerkmale bei Chinakohl. Eine hellgrüne bis gelbe Farbe der Blätter ist normal. Eine helle Schnittstelle am Grund des Kopfes weist auf Frische hin. Dunkle Bruchstellen können ein Zeichen zu langer Lagerung sein.

Im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Wenn der Kopf für eine Mahlzeit zu groß ist, blättert man einfach so viel ab wie gerade gebraucht wird. Wickelt man Chinakohl dann in Papier oder Folie ein, um ihn vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen, ist er im Gemüsefach des Kühlschrankes bis zu zwei Wochen haltbar. (red)

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