medianet technology: Canon bündelt internationale Services in Wien
Von Bregenz bis an die chinesische Grenze reicht die Region Canon Central & East (CCE), die Wilbert Verheijen leitet. Im medianet-TV-Format „technology“ erläutert er im Gespräch mit Herausgeber Chris Radda, wie Canon CEE GmbH das Geschäft in 26 Ländern koordiniert und internationale Unternehmen bei Druck- und Informationsmanagement unterstützt.
„Wien war eigentlich immer schon ein regionales Zentrum für uns“, sagt Verheijen. Die neue Struktur soll vor allem Unternehmen zugutekommen, die in mehreren Ländern tätig sind. Unter dem Namen Canon Global Services will der Konzern Beschaffung, Einführung und Betreuung seiner Lösungen über Ländergrenzen hinweg bündeln. Hat ein Unternehmen etwa seinen Hauptsitz in Wien und Produktionsstätten in Rumänien oder Zentralasien, soll es diese Leistungen zentral koordinieren lassen können.
Die Steuerung erfolgt aus Wien, die Umsetzung übernehmen die lokalen Niederlassungen und Spezialisten. Damit sollen einheitliche Lösungen mit den Anforderungen der einzelnen Märkte verbunden werden. Als Standortvorteil nennt Verheijen neben der bestehenden Infrastruktur die Verfügbarkeit von Beratern mit regionalem Fachwissen. Gerade bei Compliance-Fragen seien Kenntnisse der unterschiedlichen Rechtsräume gefragt, Wien biete hier grossartige Advisor.
Vom Gerät zum Informationsmanagement
Parallel verändert sich das Geschäft mit Unternehmenskunden. Zum Drucker kommen Software und Dienstleistungen, die Informationsflüsse, Archivierung und digitale Abläufe unterstützen. Im Wiener Canon Experience Center und der Modern Working Lounge will Canon diese Anwendungen anhand der eigenen Arbeitsweise vermitteln. „Das ganze Büro ist jetzt eigentlich der Schauraum“, beschreibt Verheijen das Konzept. Workshops, Kundengespräche und Veranstaltungen sollen konkrete Anforderungen und mögliche Lösungen zusammenbringen.
Auch das hauseigene TV-Studio ist Teil dieses Ansatzes. Es dient neben Präsentationen und gewünschten Events aus der Wirtschaft auch der Schulung von Technikern, die dafür nicht mehr zwingend nach Wien reisen müssen. Bei technischen Problemen können Teams vor Ort und Spezialisten in Wien Geräte gemeinsam prüfen und Lösungen aus der Ferne umsetzen. Die Erfahrungen während der Pandemie hätten diese Entwicklung beschleunigt, so Verheijen.
Planbare Kosten und mehr Projekte
Beim Druckgeschäft setzt Canon unter anderem auf Flatrates. Statt jede gedruckte Seite einzeln abzurechnen, vereinbaren Kunden einen monatlichen Betrag. Das soll den Verwaltungsaufwand in IT, Einkauf und Finanzabteilung reduzieren. Nach Angaben Verheijens nutzen bereits rund 1.600 Kunden das Angebot. „Das ist eigentlich wie ein Streaming-Abo“, sagt er. Wien diene dabei auch als Standort, an dem neue Geschäftsmodelle entwickelt und getestet werden.
Für Österreich berichtet Verheijen von einer Verbesserung des Umsatzes und einer gestiegenen Zahl an Projekten bei Unternehmen und öffentlichen Organisationen gegenüber dem Vorjahr. Auch für die gesamte Region erwartet er Wachstum. Potenzial sieht er etwa in Usbekistan mit seiner jungen Bevölkerung. Die Aufgabe der Wiener Zentrale besteht dabei darin, die Betreuung über sehr unterschiedliche Märkte hinweg zu organisieren.
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