FRANKFURT. Die Fähigkeit, mit Fremden zu kooperieren, ist entscheidend, um gemeinsame Güter wie den Klimaschutz zu sichern. Forschende des Leibniz-Instituts SAFE (Sustainable Architecture for Finance in Europe), der Universität Bonn und der Frankfurt School of Finance & Management haben in einer weltweiten repräsentativen Studie untersucht, wie verbreitet diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Science veröffentlicht. Die Untersuchung zeigt, dass Menschen weltweit systematisch unterschätzen, wie kooperativ andere sind.
Kein persönlicher Mehrwert
Die Entscheidung zur Zusammenarbeit zum Gemeinwohl wird maßgeblich von der individuellen Einstellung zur Kooperation, normativen Vorgaben und persönlichen Präferenzen geprägt. „Eine der zentralen Erkenntnisse ist, dass über Länder und Kulturen hinweg viele Menschen bereit sind, zum Gemeinwohl beizutragen und auf persönlichen Mehrwert zu verzichten“, so Peter Andre, Professor für Verhaltensökonomie bei SAFE und der Goethe-Universität Frankfurt. 69% der Befragten zeigten sich bereit, zum Gemeinwohl mit Fremden zu kooperieren. Im Schnitt nahmen die Befragten an, dass nur 47% ihrer Mitbürger kooperieren würden. (rk)
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