SALZBURG. Der 21. Salzburg Media Summit im Schloss Leopoldskron widmete sich den Zukunftsfragen der Film- und Medienbranche. Im Zentrum der Fachdiskussionen standen Themen wie Künstliche Intelligenz, Content-Finanzierung, internationale Förderungsmodelle und die Wirkung von Filmproduktionen auf den Standort.
Das Vormittagsprogramm wurde von Start-Up-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner eröffnet. Am Nachmittag begrüßte Innovation Salzburg-Geschäftsführer Walter Haas gemeinsam mit Stefanie Daubek (Vorsitzende der Fachvertretung Film- und Musikwirtschaft der Wirtschaftskammer Salzburg) die Gäste. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte in einer Video-Grußbotschaft: „Bei der Verwendung von Künstlicher Intelligenz und von Social Media sind unsere in Europa gelebten Werte von großem Vorteil. Wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir die Chancen, die sich daraus ergeben, optimal nutzen.“
Eine von Innovation Salzburg und der Fachvertretung Film- und Musikwirtschaft beauftragte Studie belegt die wirtschaftliche Relevanz der Branche. Studienautor Michael Paul erklärte: „Schon heute gehört ‚Film‘ im Bundesland mit über 430 Mio. Euro Wertschöpfung und 5.000 Jobs zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen. Das ist etwa doppelt so viel wie bisher anhand vorhandener Statistiken angenommen wurde. Damit spielt Salzburg mit Wien auf Augenhöhe.“ Haas ergänzte: „Filmförderungen sind Investitionen in eine starke Branche mit konkreter positiver Wirkung. Hinzu kommt noch der Langfrist-Effekt für den Tourismus.“
In den Fachpanels diskutierten Branchenvertreterinnen und Branchenvertreter über neue Geschäftsmodelle. Marlene Beran (Servus Media), Rechtsanwältin Laura Zentner, Produzentin Veronica Ferres und Produzent Heinrich Ambrosch beleuchteten Content-Finanzierung und KI. Nach einem Interview mit Creative Producerin Rose Marie Vega sprachen Festspiel-Präsidentin Kristina Hammer und KI-Experte Matthias Röder über digitale Zugänge für ein jüngeres Publikum. Hammer führte aus: „Die Menschen, die zu uns kommen, suchen Exzellenz und vertrauen uns. Wir müssen für junges Publikum nicht den Anspruch senken, sondern die Schwellen abbauen.“
Im Fireside Talk gaben Mediaprint-CEO Richard Grasl, Warnerbros-Präsident Gerhard Zeiler und Bmwet-Generalsekretär Severin Gruber Einblicke in globale Streaming-Strategien. Zeiler hielt fest: „Im Grundsatz wird ein globaler Streamer nur dann erfolgreich sein, wenn er lokales Programm hat.“ Eine Analyse von Michael Paul und Jan Wimmel unterstrich zudem den Werbewert von Serien für den Tourismus. Den Abschluss bildete die Premiere des Kurzfilms „Mozart – The Sounds of Salzburg“. Hauptdarsteller Philipp Hochmair resümierte: „Der Geist Mozarts ist für mich in diesen Räumen, für die er komponiert hat, konkret geworden.“
Mehr Informationen zur Veranstaltung unter: www.innovation-salzburg.at