Späte Buchungen
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Aufgrund des Nahostkonflikts buchen Österreicher nun später. Dennoch soll es nicht nur bei „Balkonien“ bleiben.
DESTINATION Redaktion 19.06.2026

Späte Buchungen

Die Reiselust der Österreicher bleibt hoch, doch viele haben noch keinen Sommerurlaub gebucht.


••• Von Alexander Haide

WIEN. Die Reiselust der Österreicher bleibt auch heuer hoch, doch gebucht wird deutlich später als im Vorjahr. Das zeigt eine aktuelle Market-Omnibusstudie im Auftrag der Restplatzbörse. Zwar planen nahezu gleich viele Menschen wie 2025 einen Sommerurlaub, gleichzeitig haben deutlich weniger bereits fix gebucht. Aus Sicht der Restplatzbörse deutet das auf eine deutlich stärkere Last-Minute-Saison hin.

Mehr Lust auf Last-Minute
62% der Österreicher planen heuer einen Sommerurlaub von sieben Tagen oder länger – wie im Vorjahr. Gleichzeitig haben aber erst 44% ihren Sommerurlaub bereits gebucht, während die restlichen 56% zwar verreisen möchten, mit der Buchung aber noch abwarten. Somit wurden 25% weniger Sommerurlaube frühzeitig fix gebucht als im Vorjahr.

„Die Menschen wollen weiterhin verreisen, entscheiden sich heuer aber deutlich später. Das bestätigt sehr klar unsere Wahrnehmung aus dem laufenden Geschäft. Da gleichzeitig ähnlich viele Menschen Urlaub planen wie im Vorjahr, rechnen wir heuer mit einer spürbar stärkeren Nachfrage nach Last-Minute-Reisen“, erklärt Helmut Schönbacher, Geschäftsführer der Restplatzbörse.

Sicherheit ist entscheidend
Ein wesentlicher Grund für die spätere Buchung liegt in der aktuellen geopolitischen Lage. 40% der Befragten geben an, dass die Entwicklungen im Nahen Osten großen Einfluss auf ihre heurige Urlaubsplanung haben. Besonders stark zeigt sich dieser Einfluss bei Personen, die ihren Sommerurlaub noch nicht gebucht haben. So geben 19% der Befragten an, aus diesem Grund mit der konkreten Urlaubsplanung noch zu warten, weitere 17% hätten sich schon entschieden, wollen mit der fixen Buchung aber möglichst lange zuwarten. Gleichzeitig achten viele stärker auf Sicherheit und Flexibilität: 34% bevorzugen sichere Reiseziele und 27% buchen bevorzugt mit kostenfreien Storno- oder Flexoptionen.

Online bleibt mit 50% zwar der bevorzugte Buchungskanal, gleichzeitig gewinnt das Reisebüro wieder an Bedeutung: 25% bevorzugen Buchungen über ein Reisebüro.

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