WIEN. Die Vorsorgestudie 2026 von Erste Bank, Sparkassen und der Wiener Städtischen zeigt: Immer mehr Menschen zweifeln an einer ausreichend hohen staatlichen Pension. Befragt nach den Hauptgründen der Österreicher vorzusorgen, nennt knapp die Hälfte der Befragten (48%), dass sie nicht mehr daran glaubt, dass der Staat ein verlässlicher Partner bei Pensionen ist. Ebenso viele nennen eventuelle Schicksalsschläge als Vorsorgegrund. 45% wollen so ihr persönliches finanzielles Risiko verringern und hoffen dadurch, ihren gewohnten Lebensstandard später im Alter halten zu können. „Hier zeigen die zuletzt stärker werdenden Diskussionen über die Finanzierbarkeit des staatlichen Pensionssystems Wirkung. Drei Viertel der Befragten zweifeln demnach daran, später eine ausreichend hohe Pension vom Staat zu erhalten“, sagt Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen.
Die Verunsicherung steigt
Dass bereits heute jeder vierte Steuereuro in die Stützung der öffentlichen Pensionen fließt, verunsichert mittlerweile acht von zehn Befragten in Österreich“, so Brandtmayer. Jeder sechste Befragte geht gar davon aus, in der Pension weiter arbeiten zu müssen, um sich seinen Lebensstandard in der Pension leisten zu können.
Altersarmut macht Sorgen
Große Sorge macht den Österreichern das Thema Altersarmut. 39% der Befragten schätzen das Risiko, später in der Pension selbst von Altersarmut betroffen zu sein als hoch ein. Wie also einer möglichen Altersarmut wirksam entgegensteuern? 86% sehen hier eine möglichst frühzeitige private finanzielle Vorsorge sowie eine stärkere staatliche Förderung privater Vorsorge (77%) als wirkungsvollste Maßnahmen. Vor diesem Hintergrund fällt auch die Zufriedenheit mit dem staatlichen Pensionssystem generell eher mäßig aus – 46% zeigen sich damit zufrieden, 44% nicht. Frauen, die in Österreich rund dreimal so oft von Altersarmut betroffen sind wie Männer, zeigen sich mit 50:39% hier klar unzufriedener. Anlage-Klassiker sind Sparkonto (51%), Lebensversicherung (38%), Wertpapiere und Fondssparpläne (25%), Bausparen (24%), Gold (17%) und Immobilien (16%). (rk)
Presserat rügt "Krone" für Sichrovsky-Kolumne
Der Presserat rügt die "Kronen Zeitung" für eine im Juni 2025 erschienene Kolumne von Heinz Sichrovsky. In dem mit "350 Experten" betitelten Beitrag bezeichnete der Journalist den
