Hurra! Gute Nachrichten!
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INDUSTRIAL TECHNOLOGY Helga Krémer 06.03.2026

Hurra! Gute Nachrichten!

Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex im Februar zeigt Rückenwind für die Erholung der österreichischen Industrie an.

WIEN. Nach dem schwachen Start ins Jahr zeigte die Industriekonjunktur wieder Anzeichen einer Verbesserung. „Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex erreichte im Februar 49,4 Punkte, eine klare Steigerung gegenüber dem Vormonat und den zweithöchsten Wert seit dem Einbruch der Industriekonjunktur im Sommer 2022“, meint UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer und ergänzt: „Die Erholung der heimischen Industrie ist vorangekommen. Der bisher unbeständige Aufschwung gewann wieder etwas mehr an Stabilität. Die Trendwende wurde wieder ein Stück sichtbarer, aber das Tempo der konjunkturellen Fortschritte blieb verhalten und war weiterhin geringer als in früheren Erholungsphasen.“

Der Anstieg des UniCredit Bank Austria EMI war von einer Verbesserung fast aller Komponenten getragen. „Die Auftragseingänge haben im Februar leicht zugenommen, was eine geringfügige Ausweitung der Produktion zur Folge hatte. Die etwas nachlassende Konjunkturunsicherheit widerspiegelte sich in einem geringeren Rückgang der Einkaufsmengen und einem verlangsamten Lagerabbau. Auch die zumindest teilweise an die Abnehmer weitergegebenen Kostenanstiege passen in das Bild einer allmählichen Stabilisierung der Lage im Sektor. Der große Wermutstropfen war im Februar jedoch die erneute Beschleunigung des Mitarbeiterabbaus zur Produkitivitätssteigerung“, fasst Bruckbauer die wichtigsten Umfrageergebnisse zusammen.

Gute Aussichten
Angesichts des allmählich breiteren und stabileren Fundaments der Konjunkturverbesserung in der heimischen Industrie sind die Aussichten auf ein Produktionswachstum im Jahr 2026 gut. „Wir erwarten für die österreichische Sachgütererzeugung im Jahresdurchschnitt 2026 trotz der Herausforderungen durch die geopolitischen Unsicherheiten, dem gestiegenen Protektionismus im globalen Handel, dem verschärften Wettbewerb aus Fernost und der schwierigen Kostensituation einen Anstieg der Industrieproduktion um zumindest 1,5 Prozent“, so UniCredit Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl und ergänzt: „Die heimischen Unternehmen sind wieder sehr optimistisch geworden. Der Erwartungsindex für die Produktion in den kommenden zwölf Monaten ist auf 62,6 Punkte, den höchsten Wert seit über vier Jahren, gestiegen.“

Der aktuelle Optimismus wurde offenbar durch den eingesetzten Aufwärtstrend der Industriekonjunktur in den wichtigsten österreichischen Exportmärkten beflügelt. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Euroraum stieg im Februar in den Wachstumsbereich auf 50,8 Punkte. Dabei sorgte die Verbesserung in Deutschland auf 50,7 Punkte, gestützt auf eine gestärkte Nachfrage aus dem In- und Ausland, für den nötigen Auftrieb.

Neugeschäft gestiegen, aber Exportaufträge hinken hinterher
Nachdem die heimischen Betriebe im Jänner ihre Produktionsleistung deutlich zurückgefahren hatten, wurde im Februar wieder an die zuvor leicht positive Entwicklung angeschlossen. Der Produktionsindex stieg auf 50,1 Punkte. „Die heimischen Betriebe erhöhten die Produktion geringfügig, weil sich etwas Bewegung in der Nachfrage zeigte. Der Index für das Neugeschäft erreichte 50,4 Punkte, was erstmals seit drei Monaten einen zumindest geringfügigen Anstieg der Auftragseingänge signalisierte. Die Belebung war allerdings ausschließlich auf eine erhöhte Binnennachfrage zurückzuführen. Der Rückgang der Exportaufträge war im Februar jedoch zumindest deutlich geringer als rund um den Jahreswechsel“, erläutert Pudschedl.

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