SALZBURG/EISENSTADT. Der Erpressungsversuch rund um manipulierte Hipp-Babynahrung, die mit einer Spar-Filiale in Eisenstadt in Verbindung gebracht wird, beschäftigt weiterhin Behörden und Handel. Für Spar-Vorstand Markus Kaser stand dabei vor allem eines im Mittelpunkt: rasches und konsequentes Handeln. „Unmittelbar nach Bekanntwerden haben wir sämtliche Produkte aus dem Regal genommen“, so Kaser. Die Entscheidung sei bewusst getroffen worden, noch bevor alle Details geklärt waren – Sicherheit und Verlässlichkeit hätten oberste Priorität gehabt.
Maximales Entgegenkommen
Parallel dazu setzte Spar auf maximale Kundenfreundlichkeit. Betroffene Produkte konnten ohne Kassenzettel zurückgegeben werden, der Kaufpreis wurde sofort erstattet. „Wir haben hier ein Maximum an Sicherheit, an Schnelligkeit und an null Bürokratie umgesetzt“, betonte Kaser.
Ziel sei gewesen, Verunsicherung möglichst rasch zu begegnen und gleichzeitig kein Risiko einzugehen. Klar sei auch: Erst wenn vollständige Klarheit herrsche, würden die betroffenen Produkte wieder in die Regale zurückkehren.
Der Hintergrund bleibt brisant: Im Burgenland sucht die Polizei weiter nach einem manipulierten Glas aus derselben Spar-Filiale, aus der bereits ein Exemplar mit Rattengift sichergestellt wurde.
Aufarbeitung bei Hipp
Beim Hersteller Hipp steht derweil die Aufarbeitung im Fokus. Geschäftsführer Stefan Hipp verteidigte die zurückhaltende Kommunikation seines Unternehmens und wies Kritik entschieden zurück. Man werde „nach außen hin teilweise wie ein Täter dargestellt“, sagte Hipp. Die vorsichtige Kommunikation sei jedoch bewusst gewählt, um die Ermittlungen nicht zu behindern. Maßnahmen wurden entsprechend eng mit den Behörden abgestimmt. (red)
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