VILLACH. Die Marcher Fleischwerke steigen in den deutschen Markt ein und übernehmen 51% der Anteile an der EG Südbayern Schlachtbetriebs GmbH. Damit übernimmt das österreichische Familienunternehmen künftig auch die operative und industrielle Führung der Schlachthöfe in Landshut und Vilshofen. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.
Marcher-Chef Norbert Marcher spricht von einem strategischen Schritt und verweist auf die langjährige Zusammenarbeit mit der Erzeugergemeinschaft Südbayern. „Wir glauben an die Zukunft von Fleisch und an die Leistungskraft der bayrischen Landwirte“, so Marcher. Gemeinsam sehe man sich für den Eintritt in den deutschen Markt gut gerüstet.
Auch die Erzeugergemeinschaft Südbayern sieht in der Partnerschaft eine langfristige Perspektive für die beiden Standorte. Ziel sei es, Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Investitionen nachhaltig zu stärken. Die regionale Struktur der Standorte soll erhalten bleiben.
Die Marcher Fleischwerke mit Sitz in Villach zählen zu den größten Fleischproduzenten Österreichs. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 1.850 Mitarbeiter an elf Standorten und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von mehr als 700 Mio. Euro. Deutschland gilt bereits jetzt als wichtigster Exportmarkt des Unternehmens.
