Zierhut-Kunz will den ORF führen
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ORF III-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz steigt ins Rennen mit ein.
PRIMENEWS Redaktion 28.05.2026

Zierhut-Kunz will den ORF führen

ORF III-Geschäftsführerin bewirbt sich für die Generaldirektion ab 2027.

WIEN. Kathrin Zierhut-Kunz bewirbt sich um die ORF-Generaldirektion ab 2027. Die ORF III-Geschäftsführerin gab ihre Kandidatur heute, am letzten Tag der Bewerbungsfrist, bekannt. In einem der APA übermittelten Statement erklärt sie, das Unternehmen aus langjähriger Führungsverantwortung sowie genauer Kenntnis seiner Strukturen, Abläufe und Potenziale zu kennen.

„Mein Ziel ist ein moderner, effizienter und glaubwürdiger ORF, der seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag mit Qualität, Relevanz und Verantwortung erfüllt“, so Zierhut-Kunz. Mit ihrer Kandidatur verbinde sie den Anspruch, den ORF strukturell weiterzuentwickeln und die journalistische Qualität nachhaltig zu stärken.

Langjährige ORF-Managerin

Zierhut-Kunz absolvierte ein Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und war zunächst als Steuerberaterin in Wirtschaftsprüfungsunternehmen tätig. Ab 2009 arbeitete sie im ORF in der Kaufmännischen Direktion, insbesondere im Beteiligungsmanagement der Tochtergesellschaften.

2015 übernahm sie die Leitung „Finanzen und Personal“ bei der ORF-Marketing und Creation GmbH und verantwortete dort den Personalbereich mehrerer Unternehmen mit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Später leitete sie die ORF-Abteilung für Personalentwicklung sowie die Hauptabteilung „Strategische Planung und Administration“. Seit 2022 ist Zierhut-Kunz kaufmännische Leiterin von ORF III.

Kandidatenfeld nimmt Form an

Neben Zierhut-Kunz werden weitere Bewerbungen erwartet oder liegen bereits vor. Als möglicher Kandidat gilt APA-CEO Clemens Pig. Bereits beworben haben sich unter anderem Ex-ProSiebenSat.1Puls4-Geschäftsführer Markus Breitenecker sowie ORF-Magazinchefin Lisa Totzauer.

ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher kündigte unterdessen an, nicht für die Führungsperiode ab 2027 zu kandidieren. In einem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklärte sie, dadurch mehr Freiheit für die Aufarbeitung interner Missstände und notwendige Reformschritte zu haben. Zugleich kündigte sie an, ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger bestmöglich unterstützen zu wollen. (red)

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