••• Von Kristina Niederer-Nierlich, Director Digital Analytics bei e-dialog
Die e-dialog Traffic-Studie 2026 hat gezeigt, dass der organische Traffic im DACH-Raum letztes Jahr gesunken ist. Derweil nur um 4,2%, aber mit klarer Tendenz. Der Grund dafür ist eindeutig: KI-Systeme liefern Antworten ohne Klicks. Für viele Unternehmen ist Traffic aber ein wichtiger Erfolgsfaktor. Verlieren jetzt also alle oder ist das Bild differenzierter?
Der Handel unter Druck
Besonders hart trifft es den Sektor E-Commerce mit einem Traffic-Einbruch von 12 %. Die Branche steuert mit erhöhten SEA-Budgets dagegen, kauft sich also die Sichtbarkeit teuer zurück. Demgegenüber stehen Unternehmen, die trotz weniger Traffic ihre Business-Ziele erreichen oder sogar übertreffen. Beispielsweise deswegen, weil ihre Produkte in KI-Chats empfohlen werden. Das bedeutet jedoch auch: Produktsuche und -vergleich verlagern sich weg vom eigenen Webshop hin zu externen Kanälen wie KI-Chatbots, Social Search oder Marketplaces. Damit ist die fürs Marketing entscheidende Discovery-Phase weniger im eigenen Traffic messbar – sie wird aber nicht unsichtbar.
Die Wahrheit liegt in den Daten
Viele Unternehmen wissen heute allerdings nicht, ob sie auf der Gewinner- oder Verliererseite der KI-Suche stehen, weil sie nur SEO-Rankings und herkömmliche Analytics-KPIs betrachten. Sinnvoller ist es, die gesamte Search Experience der User zu betrachten, die heute auf den unterschiedlichsten Plattformen stattfindet. Ein Search Experience Audit ist ein wichtiger erster Schritt, um die Sichtbarkeit der eigenen Marke in der digitalen Welt umfassend zu verstehen. So entsteht ein zeitgemäßes Dashboard, das Unternehmen hilft, auf der Seite der Gewinner zu stehen.
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