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Aufsichtsrat verlängert Vorstandsmandate bei APG © Austrian Grid

Thomas Karall und Gerhard Christiner

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Thomas Karall und Gerhard Christiner

Paul Christian Jezek 11.03.2021

Aufsichtsrat verlängert Vorstandsmandate bei APG

Thomas Karall und Gerhard Christiner werden bestätigt.

WIEN. Der APG-Aufsichtsrat hat in seiner 106. ordentlichen Sitzung zwei wichtige personelle Weichenstellungen vorgenommen. Thomas Karall in seiner Funktion des kaufmännischen Vorstands und Gerhard Christiner in seiner Funktion als Technikvorstand der APG wurden bestätigt. Beide Vorstandsmandate werden für je drei Jahre verlängert – mit einer Verlängerungsoption auf weitere zwei Jahre.

Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung sowie Demokratisierung sind die Treiber der Transformation des Strom- und Energiesystems. „Beide Vorstände haben maßgeblich dazu beigetragen die APG als Frontrunner und zentralen Akteur des Österreichischen Stromsystems zu positionieren“, begründet APG Aufsichtsratsvorsitzender Peter F. Kollmann die Entscheidung des APG-Kontrollgremiums. „Mit der rechtlichen Klarstellung der Salzburgleitung sowie dem Beschluss der Netzreserve wurden gerade 2020 zentrale Projekte für die sichere Stromversorgung des Landes, aber auch für die nachhaltige Integration der Erneuerbaren erfolgreich abgeschlossen. Mit den beiden Managern an der Spitze des Unternehmens setzen wir den erfolgreich eingeschlagenen Weg weiter fort und unterstreichen die zentrale Rolle der APG im Stromsystem der Zukunft gemäß unserem gesetzlichen Auftrag.“

APG-Vorstandsteam setzt seine Arbeit fort
Mit der Mandatsverlängerung bleibt ein bewährtes Vorstandsduo in der Verantwortung für das bedeutendste Strominfrastrukturunternehmen Österreichs: Thomas Karall, bereits seit 2001 Kaufmännischer APG-Vorstand, kann auf eine stabile und positive wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zurückblicken. In seinen internationalen Funktionen, seit 2014 ist er unter anderem Board-Mitglied in diversesten Funktionen in der ENTSO-E (Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber), hat er die Interessen der österreichischen E-Wirtschaft auf europäischer Ebene vertreten und war an wichtigen strategischen Weichenstellungen (etwa in der Ausgestaltung des neuen Rechtsrahmens für den liberalisierten Strommarkt) beteiligt. Darüber hinaus ist er unter anderem Mitglied des Aufsichtsrates von EPEX SPOT SE (Paris) sowie Mitglied des Steering Commitee von Österreichs Energie.

Gerhard Christiner, der seine Funktion als Technischer APG-Vorstand 2012 angetreten hat, zeichnet verantwortlich für die Planung und den Ausbau des heimischen Übertragungsnetzes sowie den sicheren Netzbetrieb und die Digitalisierung des Gesamtunternehmens. Er bekleidet ebenfalls wichtige Funktionen auf nationaler sowie auf europäischer Ebene. Einer der internationalen Schwerpunkte seiner Vorstandstätigkeit ist dabei das Thema regionale grenzüberschreitende Zusammenarbeit in puncto Systemsicherheit. Er ist Mitglied im Präsidium des OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik sowie des Weiteren ist er Vorsitzender des österreichischen Nationalkomitees Cigre (Conseil International des Grands Réseaux Electriques) sowie Vorsitzender des Aufsichtsrates der APCS Power Clearing and Settlement AG.

Zuletzt war der Frequenzabfall im Stromnetz am 8. Jänner 2021 ein wichtiges Thema: Innerhalb nur einer Stunde hat das europäische Netz wieder wie vorgesehen funktioniert. In Österreich haben dafür wie standardmäßig vorgesehen Kraftwerksreserven, wie zum Beispiel Wasserkraftwerke, die Ausnahmesituation kompensiert. Die Europäischen Schutzmechanismen sowie die von der APG gesetzten Maßnahmen zur Stabilisierung haben bei der Behebung der europaweiten Störung im Stromnetz voll gegriffen. Die für einen derartigen Fall vorgesehenen Regelreserven in Österreich wurden seitens APG ganzheitlich abgerufen.

„Der Vorfall vom 8. Jänner hat gezeigt, wie wichtig gut funktionierende Kooperationen sowie laufende nationale und internationale Abstimmungen sind. Die E-Control ist im Rahmen der europäischen Regulierungsagentur ACER und der nationalen Energieregulatoren in allen Gremien vertreten und arbeitet maßgeblich mit, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, betont der Vorstand der E-Control, Wolfgang Urbantschitsch, die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit. „Das österreichische Stromnetz befindet sich in einem Verbundsystem, das sowohl für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit als auch für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energieträger eine zentrale Rolle spielt. Die Transformation des Energiesystems erfordert eine höhere Flexibilität und einen stärkeren grenzüberschreitenden Austausch von Energie. Die E-Control schafft mit ihren Regulierungssystemen Planungssicherheit für die Netzbetreiber, sodass notwendige Investitionen erfolgen können. In den nächsten zehn Jahren rechnen wir hier mit einem Investitionsvolumen von zehn bis 15 Mrd. Euro.“ (pj)

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