„Investieren in Qualität, Innovation, Menschen“
© BMD Systemhaus/Gabor Bota
Markus Knasmüller
INDUSTRIAL TECHNOLOGY Redaktion 29.05.2026

„Investieren in Qualität, Innovation, Menschen“

BMD-Geschäftsführer Markus Knasmüller über das ­Erfolgsrezept des Business Software-Herstellers.

Ihren konsequenten Wachstumskurs der vergangenen Jahre bestätigte die BMD Systemhaus GesmbH – sie erreicht im Wirtschaftsjahr 2025/2026 erstmals die Umsatzmarke von über 100 Mio. €. „Das Überschreiten der 100-Millionen-Euro-Umsatzgrenze ist für uns ein Meilenstein und zugleich ein klarer Auftrag für die Zukunft“, erklärt Markus Knasmüller, Geschäftsführer der BMD Systemhaus GesmbH. „Wir wachsen nachhaltig, weil wir konsequent in Innovation, Qualität und Menschen investieren. Unsere Kundinnen und Kunden profitieren von stabilen Lösungen, hoher Rechtssicherheit und echtem Praxisnutzen.“

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2025/2026 steigerte BMD den Umsatz auf 103,5 Mio. €. Auch auf Konzernebene entwickelt sich das international tätige Unternehmen dynamisch. „Unser Erfolg basiert nicht auf kurzfristigen Effekten, sondern auf langfristigen Entscheidungen“, so Knasmüller weiter. „Wir entwickeln unsere Software gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden weiter, reagieren frühzeitig auf regulatorische Änderungen und nutzen neue Technologien dort, wo sie echten Mehrwert schaffen – etwa bei KI-gestützten Automatisierungen, digitalen Prozessen und im Bereich ESG.“

Eigene Unternehmenskultur
BMD zählt zu den letzten großen Softwarehäusern im D-A-CH-Raum, die sich vollständig in privatem Eigentum befinden. Während in den letzten Jahren zahlreiche Softwareanbieter im D-A-CH-Raum von Investoren übernommen worden sind, verfolgt BMD bewusst einen anderen Weg: Kurzfristige Renditeziele, Exit-Strategien oder wechselnde Mehrheitsverhältnisse würden nicht zur Unternehmenskultur passen, heißt es aus dem Unternehmen. Vielmehr setze man auf Kontinuität statt auf schnellen Verkauf, auf langfristige Partnerschaften statt auf kurzfristige Gewinnmaximierung.

Die Eigentümer denken in Generationen, nicht in Beteiligungszyklen. Sie investieren kontinuierlich in Produktentwicklung, Servicequalität und Mitarbeitende. Genau diese Unabhängigkeit ermöglicht es BMD, Entscheidungen ausschließlich im Sinne der Kundinnen und Kunden sowie der langfristigen Unternehmensentwicklung zu treffen. Ein Verkauf steht daher nicht zur Diskussion.

BMD wächst international
Ein wichtiges Thema ist die Internationalisierung der BMD. Knasmüller bestätigt: „Wir verzeichnen in allen Ländern einen erfreulichen Kundenzuwachs.“ BMD Software ist bereits längst nicht nur auf dem Heimatmarkt Österreich vielen ein Begriff, sondern hat sich auch in den Ländern Deutschland, Schweiz, Slowakei, Tschechien und Ungarn gut etabliert.

Auch für Kunden, die BMD länderübergreifend verwenden (z. B. Tochterunternehmen oder Klienten in unterschiedlichen Ländern), ist die Business Software als einheitliche Konzernlösung perfekt. Knasmüller erklärt, warum das so ist: „Die verschiedenen Rechtsversionen, Sprachen, Währungen und noch vieles mehr können alle gemeinsam in einer zentralen Datenbasis und Software abgebildet werden.“

Strategische Entwicklung
Trotz der starken Erfolge der vergangenen Jahre zeigt sich klar: Für nachhaltiges Wachstum im internationalen Markt reicht organische Expansion allein nicht aus. Deshalb treibt BMD seine strategische Weiterentwicklung gezielt voran. So folgte zu Beginn dieses Jahres ein weiterer Meilenstein: die Übernahme einer etablierten Lohnsoftware in der Schweiz. Diese Lösung ist bei namhaften Schweizer Banken teilweise direkt in das Telebanking integriert. „Mit dieser Akquisition stärkt BMD seine Position im Schweizer Markt deutlich“, führt Knasmüller aus, „wir bieten nun eine durchgängige Komplettlösung inklusive landesspezifischer Lohnverrechnung – und erschließen gleichzeitig neue, attraktive Kundensegmente.“

Praxisnahes Erlernen
Ein weiterer Schwerpunkt von BMD liegt auf der gezielten Nachwuchsförderung und dem Wissenstransfer in der kaufmännischen Ausbildung. Bereits 2004 initiiert, hat sich das Schulbuchprojekt mit dem Trauner Verlag zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. „Wir sehen seit Jahren, wie wichtig praxisnahe Ausbildung für den späteren Berufserfolg ist“, betont Knasmüller. „Mit den Schulbüchern schaffen wir eine Brücke zwischen Unterricht und Unternehmensrealität.“ Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur fachliche Grundlagen, sondern auch den professionellen Umgang mit einer Software, die sie später im Berufsleben tatsächlich einsetzen.

Das Schulbuch richtet sich an berufsbildende Schulen, Fachschulen und Ausbildungseinrichtungen und vermittelt praxisnahes Wissen in den Bereichen Rechnungswesen, Lohnverrechnung und Unternehmenssoftware. Lernende arbeiten dabei mit realitätsnahen Beispielen direkt in der BMD Software und bauen so frühzeitig ein tiefes Verständnis für betriebliche Abläufe und digitale Prozesse auf. „Unser Ziel ist es, junge Menschen bestmöglich auf die Praxis vorzubereiten und gleichzeitig Betrieben qualifizierte Fachkräfte mit Software-Know-how zur Verfügung zu stellen“, so Knasmüller.

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