INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Mehr als erwartet © voestalpine
© voestalpine

Helga Krémer 28.10.2022

Mehr als erwartet

Nach einer pessimistischeren Einschätzung der Wirtschaftslage erhöht die voestalpine nun ihren Ausblick für Geschäftsjahr 2022/23.

LINZ. Der Vorstand der voestalpine hatte in seinem letzten Ausblick ein EBITDA in einer Höhe von in etwa 2 Mrd. € für das gesamte Geschäftsjahr 2022/23 erwartet. Dieser Ausblick beruhte auf der Annahme einer starken konjunkturellen Abkühlung in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres. Auf Basis der jüngsten Konjunkturprognosen zeichne sich diese auch tatsächlich ab, jedoch zeitlich etwas später als von voestalpine ursprünglich erwartet, so das Unternehmen in einer Aussendung.

Darüber hinaus unterstütze die geographische und branchenmäßige Diversifikation des voestalpine-Konzerns die aktuell erwartete Ergebnisentwicklung. Der voestalpine-Vorstand geht davon aus, dass die Marktsegmente Energie, Eisenbahninfrastruktur und Luftfahrt die vorherrschenden positiven Trends auch in dem prognostizierten schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld weiter fortsetzen werden. Außerdem sei im zweiten Halbjahr 2022/23 mit positiven Einmaleffekten in Höhe von in etwa 120 Mio. € aus einem Grundstücksverkauf der High Performance Metals Division in Deutschland zu rechnen.

Weitere Zahlen

Nach dem für die voestalpine laut Eigendefinition „hervorragenden ersten Geschäftsquartal“ zeichne sich auf Basis vorläufiger Eckdaten die Entwicklung des zweiten Geschäftsquartals auf Basis EBITDA im Rahmen der Markterwartung ab (Bloomberg Consensus für Q2, GJ 2022/23: EBITDA Median: 550 Mio. €). Das Konzern-EBIT des zweiten Quartals werde aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen im Bereich der High Performance Metals Division belastet sein und dementsprechend voraussichtlich in einem Bereich von in etwa 200 Mio. € zu liegen kommen.

Aufgrund der bisherigen Entwicklungen sowie der Einschätzungen aus heutiger Sicht geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2022/23 aktuell von einem EBITDA in einer Bandbreite von 2,3 bis 2,4 Mrd. € aus. Diese Zahl inkludiert die Einmaleffekte aus dem oben genannten Grundstücksverkauf. Die Einschätzung beinhaltet allerdings keine unerwarteten wirtschaftlichen Verwerfungen aus dem weiteren Verlauf des Kriegsgeschehens in der Ukraine sowie etwaigen Energieversorgungsproblemen in Europa. (hk)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL