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Wolfgang Leitner ist mit erstem Andritz-Quartal zufrieden © Andritz

CEO Wolfgang Leitner

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CEO Wolfgang Leitner

Redaktion 09.05.2019

Wolfgang Leitner ist mit erstem Andritz-Quartal zufrieden

Mehr Aufträge, mehr Umsatz, höheres EBITA.

GRAZ. Weil CEO Wolfgang Leitner auch mittelfristig von einer anhaltenden Schwäche am weltweiten Automobilmarkt ausgeht, soll bei Andritz in den kommenden Wochen die Notwendigkeit von möglichen Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Metals Forming umfassend evaluiert werden. „Ziel ist es, die Kapazitäten und Kostenstrukturen an die schwierigen Marktbedingungen nachhaltig anzupassen und damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte am Markt sicherzustellen.“

Summa summarum empfand Leitner die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal als zufriedenstellend und „im Großen und Ganzen im Rahmen unserer Erwartungen“:

* Der Auftragseingang erreichte mit 1.658,1 Mio. € ein gutes Niveau und lag um 8,2% über dem Vorjahresvergleichsquartal (Q1 2018: 1.532,8 Mio. €). Hauptverantwortlich für den Anstieg war der Geschäftsbereich Pulp & Paper, der den Auftragseingang im Jahresvergleich um über 75% steigern konnte. Rückläufig waren die Auftragseingänge in den Bereichen Hydro sowie Metals, die beide mit anhaltend schwierigen Marktbedingungen konfrontiert waren.

* Der Auftragsstand per 31. März 2019 betrug 7.260,9 Mio. € und ist damit weiter angestiegen (31. Dezember 2018: 7.084,3 Mio.).

* Der Umsatz lag mit 1.489,2 Mio. € um 15,4% über dem Vorjahresvergleichsquartal (Q1 2018: 1.291,0 Mio.). Bis auf Hydro konnten alle Geschäftsbereiche den Umsatz im Jahresvergleich – zum Teil deutlich – steigern.

* Im Gleichschritt mit dem Umsatz stieg auch das EBITA und erreichte 82,8 Mio. € (+15,5% vs. Q1 2018: 71,7 Mio.). Damit einhergehend, betrug die Rentabilität der Gruppe (EBITA-Marge) unverändert 5,6% (Q1 2018: 5,6%). Während der Geschäftsbereich Pulp & Paper Ergebnis und Rentabilität im Jahresvergleich deutlich steigern konnte, reduzierte sich das EBITA im Bereich Metals deutlich. Hauptgrund dafür waren zum einen die Abarbeitung margenschwacher Projekte sowie eine Unterauslastung im Bereich Metals Forming.

* Das EBIT reduzierte sich im Jahresvergleich von 64,4 auf 52,9 Mio. € – im Wesentlichen durch die gestiegenen Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen (einschließlich einer Wertminderung für Firmenwerte von 4,5 Mio.).

* Das Finanzergebnis reduzierte sich durch die im Jahresvergleich niedrigere durchschnittliche Nettoliquidität sowie die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens im dritten Quartal 2018 auf -6,4 Mio. € (Q1 2018: -1,4 Mio.). Damit einhergehend, verringerte sich das Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) auf 33,6 Mio. € (Q1 2018: 44,0 Mio.).

Leitners Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Wolfgang Leitner unverändert einen deutlichen Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr; Hauptgründe dafür sind die anhaltend gute Auftragsentwicklung und der damit verbundene hohe Auftragsstand per ultimo März 2019 sowie auch die Umsatzbeiträge der 2018 erworbenen Unternehmen.

Hinsichtlich der Rentabilität wird nunmehr „nur“ eine gegenüber dem Vorjahr weitgehend unveränderte operative EBITA-Marge (EBITA-Marge 2018 vor a.o. Sondereffekten: 6,9%) angenommen: „Der Grund dafür sind nicht eingetretene Verbesserungen im Bereich Metals Forming sowie eine gegenüber dem außerordentlich hohen Vorjahresvergleichswert geringfügig niedrigere Rentabilität im Bereich Pulp & Paper“, erklärt Leitner. (pj)

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