WIEN. Der zweite People Readiness Report von Kyndryl verzeichnet einen Rückgang der KI-Bereitschaft in Unternehmen. Für die globale Studie wurden 1.100 leitende Fach- und Führungskräfte aus Unternehmens- und Technologiebereichen in acht Ländern befragt. Nur 23 Prozent halten ihre Belegschaft für vollständig auf KI vorbereitet, sechs Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.
Zugleich wächst laut Bericht die Kluft zwischen den Erwartungen an KI und ihrer Umsetzung. 79 Prozent stimmen zu, dass das Tempo der KI-Entwicklung Belegschaft, Governance und Betriebsmodelle überholen wird.
Umsetzung und Pacesetters
57 Prozent der Befragten geben an, dass KI in Kerngeschäftsprozesse eingebettet oder breit im Unternehmen eingesetzt ist. Nur 32 Prozent haben mindestens eines ihrer zwei wichtigsten KI-Ziele erreicht. Als Pacesetters bezeichnet die Studie die 9 Prozent der Unternehmen, die Rollen rund um KI neu gestalten, Change-Management einsetzen und die Mitarbeiterbereitschaft gezielt stärken. Sie erzielen 1,5-mal häufiger KI-bezogenes Umsatzwachstum.
Kompetenzen und Vertrauen
52 Prozent der Führungskräfte finden es zunehmend schwierig, Mitarbeitende mit passenden Fähigkeiten für ihre KI-Strategie zu gewinnen. 81 Prozent erwarten, dass KI-Agenten innerhalb des nächsten Jahres wichtige Entscheidungen treffen. Derzeit vertrauen nur 25 Prozent KI-Systemen, die ohne menschliche Aufsicht arbeiten, vollständig.
Jacqueline Wild, Vice President und Managing Director Alps bei Kyndryl, nennt technologische Reife, Qualifikationslücken und die Komplexität der Daten als Hindernisse. „Unternehmen, die einen ganzheitlichen Ansatz in Bezug auf Technologie, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Prozesse verfolgen, sind am besten positioniert, um nachhaltigen Mehrwert aus KI zu schöpfen und bedeutende Geschäftsergebnisse zu erzielen“, so Wild. (red)