WIEN. Der bundesweite Privatsender Radino – Mein Kinderradio hat sich zur aktuellen Diskussion rund um die ORF-Generaldirektion geäußert. Aus Sicht des Senders werde die Perspektive von Kindern und Familien in der Debatte über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu wenig berücksichtigt.
„Wenn aktuell über die Zukunft des ORF gesprochen wird, geht es meist um Marktanteile, Streamingplattformen oder politische Gremien. Wir würden uns wünschen, dass auch jene Generation stärker mitgedacht wird, die den ORF in Zukunft überhaupt noch nutzen soll“, sagt Anna Michalski, Station Managerin von Radino – Mein Kinderradio.
Forderungen an den ORF
Nach Ansicht des Senders sollten Kinder bereits heute als künftige Nutzer öffentlich-rechtlicher Medien stärker im Fokus stehen. Radino spricht sich für mehr österreichische Kinderinhalte, stärkere Investitionen in Audio- und Digitalangebote, sichere Medienräume für junge Nutzer sowie moderne Formate für Medienbildung und Information aus.
„Kinder wachsen heute mit Podcasts, Streaming und Smart-Speakern auf. Die Vorstellung, dass sie irgendwann automatisch zurück zum linearen Fernsehen finden, ist ungefähr so realistisch wie ein Einhorn im Funkhaus“, meint Michalski.
Audioangebote für Familien
Laut Radino beginne der öffentliche Auftrag bereits bei Medienangeboten für junge Zielgruppen. Der ORF der Zukunft müsse aus Sicht des Senders digitaler und stärker an Familien orientiert sein.
Mit einem Augenzwinkern verweist Michalski zudem auf die Senderfigur Radino: „Wer heute ein verlässliches österreichisches Audioangebot für Kinder sucht, landet zwangsläufig bei Mein Kinderradio. Wir bieten altersgerechte Inhalte, denen Eltern vertrauen können. Dazu gehören österreichische Kinderinhalte, stündliche Kindernachrichten, sichere Audioangebote ohne problematische Algorithmen und pädagogisch begleitete Inhalte für Familien.“ (red)