RTR-Studie zu Desinformation: „Digital Skills Austria IV“ über digitale Kompetenzen und Desinformation
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Die Untersuchung wurde im Auftrag der RTR Medien von einem Forschungsteam der Universitäten Salzburg und Linz durchgeführt.
MARKETING & MEDIA Redaktion 28.05.2026

RTR-Studie zu Desinformation: „Digital Skills Austria IV“ über digitale Kompetenzen und Desinformation

Laut den Autoren zeige sich ein hohes Problembewusstsein, gleichzeitig würden Kompetenzlücken im Umgang mit Falschinformationen bestehen.

WIEN. Die Studie „Digital Skills Austria IV“ analysiert den digitalen Kompetenzstand der österreichischen Online-Bevölkerung sowie den Umgang mit Desinformation. Die Untersuchung wurde bereits zum vierten Mal im Auftrag des Kompetenzzentrums des Fachbereichs Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR Medien) von einem Forschungsteam der Universitäten Salzburg und Linz durchgeführt.

Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist die Frage, wie ausgeprägt das Problembewusstsein für Desinformation in Österreich ist und wie die Selbsteinschätzung der Befragten im Verhältnis zu ihren tatsächlichen Fähigkeiten beim Erkennen von Falsch- und Desinformation steht.

Studienergebnisse
Nach einer Einführung durch Thomas Steinmaurer von der Universität Salzburg präsentierten Manuela Grünangerl von der Universität Salzburg und Dimitri Prandner von der Universität Linz am 26. Mai 2026 bei RTR Medien in Wien zentrale Ergebnisse der Studie.

Die Untersuchung zeichne ein differenziertes Bild. Laut Studie sei das Problembewusstsein für Desinformation in Österreich zwar hoch, viele Menschen würden jedoch nur über durchschnittliche Fähigkeiten verfügen, um mit Falsch- und Desinformation umzugehen. Zudem lasse sich das Urteil häufig von persönlichen Einstellungen zu einzelnen Themen beeinflussen. Diese Diskrepanz stelle laut Studie eine Herausforderung für demokratische Prozesse dar.

„Die Fähigkeit, Desinformation zu erkennen, ist weniger eine Frage individueller Eigenschaften als vielmehr ein Zusammenspiel aus Kompetenzen, Vertrauen und Informationsumgebung“, betonte RTR Medien-Geschäftsführer Wolfgang Struber. „Entsprechend müssen zukünftige Maßnahmen auf diese Systemebenen abzielen.“

Digitale Kompetenzen
Die Ergebnisse würden zudem zeigen, dass eine aktive Nutzung digitaler Angebote nicht automatisch mit ausreichendem Wissen oder Problemlösungskompetenzen einhergehe. Besonders relevant sei, dass fehlende digitale Kompetenzen nicht in jedem Fall unmittelbar problematisch seien, bestimmte Bevölkerungsgruppen jedoch einem erhöhten Risiko ausgesetzt wären, wenn Nutzung und Fähigkeiten auseinanderklaffen.

Neben der jährlichen Erhebung zur Topographie digitaler Fähigkeiten in Österreich und der Untersuchung zum Umgang mit Desinformation wurde die Studie laut RTR Medien auch um einen Vergleich anerkannter Methoden zur Messung digitaler Kompetenzen erweitert.

Die Studie „Digital Skills Austria IV“ (2026) wurde erstmals unter Beteiligung der OeAD GmbH, Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen, durchgeführt und ist auf der Website der RTR abrufbar. (red)

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