LINZ. Die Linzer Kommunikationsagentur upart lud am 23. September zum Salon Wildberg mit Nick Sohnemann, Gründer der Hamburger Innovationsagentur Future Candy. Unter dem Titel „Fly Me to the Moonshot“ präsentierte Sohnemann vor geladenen Gästen Beispiele für technologische Entwicklungen und innovative Unternehmen aus Europa.
Sein Vortrag beschäftigte sich unter anderem mit Raumfahrt, 3D-Druck, Künstlicher Intelligenz und Robotik. Dabei verwies Sohnemann auf europäische Unternehmen, deren Entwicklungen bislang nur wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. „Die Zukunft wird auch hier gebaut – wir müssen nur wieder anfangen, sie zu sehen und größer darüber zu erzählen“, erklärte er.
KI verändert die Markenkommunikation
Im anschließenden Gespräch mit upart ging Sohnemann auf die Frage ein, wie Unternehmen mit der Vielzahl neuer Technologien umgehen können. Führungskräfte sollten neue Anwendungen selbst testen und ihren Mitarbeitern Raum für Experimente geben. Entscheidend sei jedoch, zunächst den konkreten Nutzen einer Technologie zu hinterfragen.
„KI ist ein Wahnsinnswerkzeug für ganz viele Sachen, aber eben nicht für alles sinnvoll“, so Sohnemann.
Auch für die Markenkommunikation erwartet der Innovationsberater Veränderungen. Wenn KI zunehmend Einfluss auf die Produktsuche und Kaufentscheidungen nimmt, müssten Unternehmen neue Wege finden, um mit ihren Marken sichtbar zu bleiben. Gleichzeitig könnten persönliche Begegnungen und analoge Medien wie Außenwerbung und hochwertige Printprodukte wieder an Bedeutung gewinnen.
Austausch in kleiner Runde
Der Salon Wildberg ist ein Einladungsformat der Kommunikationsagentur upart, bei dem Experten aus unterschiedlichen Bereichen Impulse zu Marketing, Marken und gesellschaftlichen Entwicklungen geben. Zu den bisherigen Gästen zählen unter anderem Neuromarketing-Experte Dirk Held, Kuno Haas von Grüne Erde, Generali-Vorstand Reinhard Pohn und Fußballtrainer Adi Hütter. (red)