WIEN. Auf Einladung von ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher tagte am 8. Oktober das Radio Committee der European Broadcasting Union (EBU) am ORF-Mediencampus in Wien. Das 14-köpfige Gremium unter dem Vorsitz von Sibyle Veil, CEO von Radio France, vertritt die strategischen Interessen der öffentlich-rechtlichen Radios innerhalb der EBU. Diese erreichen nach Angaben der Organisation wöchentlich mehr als 42 Prozent der europäischen Bevölkerung.
An dem Treffen nahmen unter anderem Vertreter von BBC, ARD, RAI, RTVE und weiteren europäischen Rundfunkanstalten teil. Diskutiert wurden die aktuelle Situation der Radiomärkte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie technologische Entwicklungen.
Radio in vernetzten Fahrzeugen
Ein Schwerpunkt lag auf der Auffindbarkeit von Radioprogrammen in Connected Cars. Dabei wurde auch die Initiative „Radio Ready“ thematisiert, die den Zugang zu Radioprogrammen über moderne Fahrzeug-Dashboards sichern soll. Weitere Themen waren die Möglichkeiten und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz im Audio- und Podcastbereich.
„Der internationale Austausch mit Kolleginnen und Kollegen europäischer Rundfunkanstalten ist heute wertvoller denn je: Er ermöglicht uns, strategische Weichenstellungen zu diskutieren und gemeinsame Antworten auf den Medienwandel zu finden“, erklärte ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher.
Wirtschaftliche Herausforderungen
Thurnher verwies im Rahmen des Treffens auch auf die angespannte finanzielle Situation des ORF. Zugleich hob sie die Bedeutung technologischer Innovationen hervor und nannte die Audio-Plattform ORF Sound als Beispiel für die digitale Weiterentwicklung des öffentlich-rechtlichen Radios.
Mit dem Treffen setzte das EBU-Radio-Committee den Austausch über gemeinsame Herausforderungen der europäischen Rundfunkanstalten fort. (red)